Schwertransport auf der A6: Fünf Kilometer in drei Monaten – jetzt ist die Ladung weg, der Lkw nicht

Nachdem der Schwertransport aus Rumänien auf der A6 bei Ilshofen/Wolpertshausen festgesteckt ist, musste er erstmal am 25. März auf dem Parkplatz Reußenberg Station machen.
Peer Hahn- Gestrandeter Schwertransport auf der A6 konnte nach drei Monaten weiterfahren.
- Ursache waren fehlende Genehmigungen und zu hohe Ladung; zweimal stoppte die Polizei.
- Erst Reußenberg Nord, dann Autohof Kirchberg – der Auflieger wurde jeweils mit Ketten gesichert.
- Am 23. Juni erfolgte in Kirchberg das Umladen auf ein anderes Fahrzeug, Papiere waren korrekt.
- Der Transport startete Richtung Frankreich, der rumänische Lkw bleibt vorerst in Kirchberg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Schwer Ding will Weile haben: Genau drei Monate nachdem die (unendliche) Geschichte des gestrandeten rumänischen Schwertransporters begonnen hat, endet sie. Wir erinnern uns: Weil eine Aluminiumpresse auf einem Lkw zu hoch ist, kommt es zu massiven Behinderungen, einem Stau und zu einer mehrstündigen Sperrung der A6 am 24. März. Das schwere Stück soll ins französische Nancy gefahren werden. Die Polizei greift ein, auch weil die nötige Sondergenehmigung fehlt. Erster Stopp: Parkplatz Reußenberg Nord bei Crailsheim, Auflieger in Ketten, Wegfahrsperre.
Lange Zeit tat sich nichts – bis zum 26. April. An dem Tag wurde die Aluminiumpresse auf einen anderen Schwertransporter, ebenfalls mit rumänischem Kennzeichen, geladen. Der fährt los, ohne die Polizei zu informieren. Nach rund fünf Kilometern an der Ausfahrt Kirchberg ging es runter von der A6. Die Polizei hält den Schwertransporter auf der Landesstraße 1040 an: wieder keine ganz richtigen Papiere und eine andere Strecke als erlaubt genommen. Seitdem parkt der Schwertransporter auf dem Autohof Kirchberg. Und wieder hat die Polizei dem Auflieger Ketten angelegt. Und pro Nacht kostet das auf dem Rasthof 20 Euro.

Am Dienstgabend (23. Juni) konnte der Schwerlasttransport mit Begleit- und Polizeifahrzeugen von Kirchberg aus in Richtung Frankreich fahren.
Daniel Karmann/dpaDann kommt Dienstag, der 23. Juni. „Der Schwertransporter hat am Abend seine Fahrt endlich fortsetzen können“, sagt Polizeihauptkommissar Jonas Ilg vom Polizeipräsidium Aalen auf Nachfrage der Redaktion. Dieses Mal sei die Fahrt ordnungsgemäß bei den deutschen Behörden, sprich beim Landratsamt Schwäbisch Hall, angemeldet gewesen.
Franzosen übernehmen selbst
„Das war auch beim zweiten Versuch nicht der Fall gewesen, weshalb wir den Fahrer nach ein paar Kilometern wieder anhalten mussten und er auf dem Parkplatz in Kirchberg gelandet ist. Jetzt hat das französische Unternehmen, für das die 40-Tonnen-Alupresse bestimmt ist, sich darum gekümmert, hat alles behördlich korrekt gemacht, und ein anderes Fahrzeug geschickt. Am Dienstag wurde dann in Kirchberg von einem Lkw auf einen anderen umgeladen. Die Polizei war dabei vor Ort und hat nach dem Rechten geschaut. Die Papiere waren in Ordnung und wir haben den Start des Lkw auch noch begleitet“, so Jonas Ilg weiter.
Beim Verladen haben übrigens die Spezialisten vom Roll-Kran-Service geholfen. Und, ach, ja: Der Schwertransporter, der Lkw aus Rumänien, blieb zunächst auf dem Kirchberger Autohof stehen. Wann er weiterfahren kann, ist bis dato noch unklar.
