Horror-Unfall bei Dinkelsbühl
: „Ein Bild der Verwüstung“ nach Frontalzusammenstoß: Zwei Tote und ein Schwerverletzter

Ein Geländewagen ist am Samstag (12. August) bei Dinkelsbühl frontal in einen Skoda gekracht. Dessen Insassen starben an der Unfallstelle. Die Trümmerteile erstreckten sich über mehr als 200 Meter.
Von
Luca Schmidt
Dinkelsbühl
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  • Den genauen Unfallhergang soll ein Sachverständiger klären.

    Den genauen Unfallhergang soll ein Sachverständiger klären.

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  • Von der Wucht des Zusammenstoßes der Fahrzeuge zeugt dieses Autowrack.

    Von der Wucht des Zusammenstoßes der Fahrzeuge zeugt dieses Autowrack.

    Feuerwehr Dinkelsbühl
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Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Samstagabend (12. August) gegen 20 Uhr auf der St 2220 zwischen Dinkelsbühl und Halsbach, auf Höhe Gersbronn, ereignet. Ein 63-jähriger Mann und seine 60-jährige Ehefrau erlitten tödliche Verletzungen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr ein 44-Jähriger gegen 20 Uhr mit seinem Geländewagen die Straße in Richtung Dinkelsbühl und überholte einen vorausfahrenden Pkw. Im Zuge des Überholmanövers kam es zum Zusammenstoß mit zwei entgegenkommenden Pkw. Der Geländewagen touchierte hierbei einen VW-Transporter und stieß frontal mit einem Skoda zusammen. „An der Einsatzstelle bot sich ein Bild der Verwüstung – die Trümmerteile erstreckten sich auf einer Länge von mindestens 200 Metern“, schreibt die Feuerwehr Dinkelsbühl.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das im Skoda befindliche Ehepaar eingeklemmt und so schwer verletzt, dass es noch an der Unfallstelle verstarb. Der 44-jährige Fahrer des Geländewagens erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 65 in eine Spezialklinik gebracht. Die drei im VW-Transporter befindlichen Personen wurden leicht verletzt (20,23 und 26 Jahre alt), sie kamen ebenfalls ins Krankenhaus. Die Insassen des überholten Pkw blieben unverletzt.

Einsatzkräfte werden betreut

Polizeibeamte der Polizeiinspektion Dinkelsbühl nahmen den Verkehrsunfall auf und führen nun die Ermittlung zu den genauen Unfallumständen. Vor Ort wurden die Beamten von zahlreichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt.

Aufgrund der enormen psychischen Belastung während des Einsatzgeschehens wurden die anwesenden Einsatzkräfte durch die PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) der Feuerwehr betreut, so die Feuerwehr.

Sachverständiger soll Unfall rekonstruieren

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zog die Polizei zur Unfallrekonstruktion einen Sachverständigen hinzu. Zudem wurde die Sicherstellung der drei total beschädigten Fahrzeuge sowie die Durchführung einer Blutentnahme beim 44-jährigen Unfallfahrer angeordnet. Die St 2220 musste für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge bis in die Morgenstunden gesperrt werden.