Schockanrufe in Crailsheim und Fichtenau: Falsche Polizisten erbeuten Bargeld, Silber und Schmuck

Telefonbetrüger machen in Wildenstein und Crailsheim Beute.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Zwei Seniorinnen in Wildenstein und Crailsheim durch Schockanrufe betrogen.
- Täter gaben sich am Telefon als Polizisten aus und erfanden Notlagen.
- Fall 1: Silberbesteck mit Vorwand „fotografieren im Auto“ entwendet.
- Fall 2: Bargeld und Schmuck mit gleichem Vorwand mitgenommen.
- Polizei warnt: Keine Wertsachen an Unbekannte, bei Zweifel auflegen und 110 wählen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit sogenannten Schockanrufen haben Betrüger in Wildenstein und Crailsheim innerhalb eines Tages zwei Seniorinnen hereingelegt. In beiden Fällen gaben sich die Täter am Telefon als Polizisten aus und schilderten dramatische Notlagen, um ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld und Wertsachen zu bewegen.
Fall Nummer 1, das berichtet die Polizei. Mit der Masche „falscher Polizeibeamter“ und der Geschichte, dass sich eine Einbrecherbande in der Nachbarschaft herumtreiben würde, ist am Donnerstagmittag (26. Februar) eine Seniorin durch unbekannte Täter telefonisch kontaktiert worden. Weiter wurde der Geschädigten vorgespielt, dass ein Fotograf vorbeikommen und von vorhandenen Wertgegenständen Fotos machen würde.
Silberbesteck ins Auto gebracht
Und tatsächlich kam ein unbekannter Mann bei der Seniorin vorbei und ließ sich deren Silberbesteck vorzeigen. Unter dem Vorwand, dass die Gegenstände in seinem Auto besser zu fotografieren seien, verließ er die Wohnung mit mehreren Besteckteilen im Wert eines niedrigen dreistelligen Eurobetrags.
Zum Täter ist bekannt, dass dieser männlich und etwa 25 Jahre alt war. Er war komplett schwarz gekleidet, trug eine schwarze Schirmmütze mit Aufschrift. Er war etwa 1,70 Meter groß und trug einen Schnauzbart. Der Polizeiposten Fichtenau bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 07962/379.
Fall Nummer 2. Ebenfalls am Donnerstag gegen 13.30 Uhr erhielt eine Seniorin in Crailsheim einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten, der der älteren Frau vorspielte, dass bei einer Einbrecherbande Fotos ihres Hauses gefunden worden seien. Im weiteren Gesprächsverlauf wurde die Geschädigte gezielt nach Wertgegenständen ausgefragt und ein „Polizeibeamter“ angekündigt, der kommen und nach dem Rechten schauen würde.
Schmuck und Bargeld fotografieren
Der falsche Polizeibeamte ließ sich von der Geschädigten Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren Hundert Euro vorzeigen. Er nahm die Wertgegenstände an sich und verließ die Wohnung unter dem Vorwand, die Gegenstände fotografieren zu müssen und die Kamera im Auto zu haben.
Der unbekannte Täter war männlich und etwa 20 Jahre alt. Er trug einen grauen Jogginganzug, war schlank und hatte braune Haare. Das Polizeirevier Crailsheim bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 07951/4800.
Erneut weist die Polizei eindringlich darauf hin:
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und/oder finanziellen Verhältnisse
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
- Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei.
Die Polizei weiter: „Um derartige Taten zu verhindern, sprechen Sie bitte insbesondere mit Ihren älteren Angehörigen und Bekannten über die Betrugsmaschen und klären Sie diese entsprechend auf.“ Weitere Hinweise diesbezüglich gibt es unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

