Schockanrufe in Crailsheim
: Seniorin verliert etwa eine halbe Million Euro

Die Polizei warnt vor zunehmenden Schockanrufen. Ein besonders schwerer Fall hat sich am Mittwoch in Crailsheim zugetragen.
Von
js
Crailsheim
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Seniorin am Telefon: ILLUSTRATION - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon (Illustration). (zu dpa: «Anklage wegen Schockanrufen») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Schockanruf ereilte die Seniorin in Crailsheim am Mittwoch gegen 12 Uhr, die Übergabe erfolgte gegen 14 Uhr.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)
  • Seniorin verliert 400.000 bis 600.000 Euro durch Schockanruf in Crailsheim.
  • Polizei warnt vor zunehmenden Betrugsfällen, besonders bei älteren Menschen.
  • Täterbeschreibung: 40 Jahre alt, 1,75-1,80m groß, kurze dunkle Haare, keine Brille oder Bart.
  • Polizei gibt Tipps: nicht unter Druck setzen lassen, keine Wertsachen an Fremde übergeben.
  • Verdachtsfall? Sofort Polizei unter 110 informieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Polizeipräsidium Aalen, das für die Landkreise Ostalb, Schwäbisch Hall und Rems-Murr zuständig ist, hat in dieser Woche wieder vermehrt betrügerische Anrufe registriert. Betroffen sind dabei vor allem ältere Menschen, die durch sogenannte Schockanrufe, den Enkeltrick oder durch angebliche Polizeibeamte um Geld und Wertgegenstände gebracht werden.

Ein besonders schwerer Fall hat sich am Mittwoch in Crailsheim ereignet. Das Opfer, eine Seniorin, übergab dabei Geld und Wertgegenstände im mittleren sechsstelligen Bereich an den Täter, heißt es im Polizeibericht, also im Wert zwischen 400.000 und 600.000 Euro. In einer ersten Meldung ging die Polizei noch von mehreren Zehntausend Euro aus.

Der Schockanruf ereilte die Seniorin gegen 12 Uhr, die Übergabe erfolgte gegen 14 Uhr im Bereich der Schießbergstraße. Die Geschädigte beschreibt den männlichen Abholer wie folgt: circa 40 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, kurze dunkle Haare und normale Statur. Wichtig ist der Polizei in der Personenbeschreibung noch, dass der Mann „keine Brille und Bart“ trug. Zeugenhinweise nimmt sie unter Telefon 0 73 61 / 58 00 entgegen.

Die Tipps der Polizei

Die Polizei bittet um erhöhte Vorsicht und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Nehmen Sie sich Zeit und überprüfen Sie die Angaben des Anrufers.
  • Niemals Geld oder Wertsachen an Fremde übergeben! Die echte Polizei fordert so etwas nie.
  • Rufen Sie Angehörige oder die Polizei unter bekannten Nummern zurück.
  • Verwenden Sie nicht die Rückruftaste.
  • Besprechen Sie Geldforderungen immer mit vertrauenswürdigen Personen.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in die Wohnung.
  • Schützen Sie Ihre Telefonnummer: Lassen Sie alte, auffällige Nummern ändern und kürzen Sie den Vornamen im Telefonbuch ab.
  • Verdacht? Sofort auflegen und die Polizei unter 110 verständigen.

Weitere Informationen zum Schutz vor Betrugsmaschen gibt es unter www.polizei-beratung.de.