Flüchtlingsunterkunft in Crailsheim
: Bewohner bedroht mehrere Menschen mit einem Messer und legt Feuer

Ein 21-Jähriger hat am Dienstagabend versucht, die Geflüchtetenunterkunft in der Crailsheimer Ludwigstraße anzuzünden. Als ein Zeuge ihn stellte, bedrohte er ihn mit einem Messer.
Von
res, js
Crailsheim
Jetzt in der App anhören

Den Schaden, der beim Brand entstand, schätzt die Polizei auf 1000 Euro.

Jens Sitarek

Wie die Polizei mitteilt, hat sich am Dienstag gegen 19.40 Uhr ein Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkunft in der Crailsheimer Ludwigstraße per Notruf gemeldet. Der Grund: Ein 21-jähriger Bewohner hatte ein Feuer entfacht, das für das Gebäude eine Gefahr darstellen würde.

Zeuge mit Messer bedroht

Der 30-jährige Zeuge wollte das Feuer löschen, wurde dabei jedoch von dem 21-Jährigen mit einem Messer bedroht. Kurz danach traf eine Streife der Polizei ein. Auch gegen die alarmierten Polizeibeamten leistete der äußerst aggressive 21-Jährige Widerstand, indem er diese von dem Feuer abwehrte – immer noch im Besitz seines Messers.

Die Polizei schickte eine zweite Streife zum Tatort. Der Mann konnte dann letztlich zu Boden gebracht werden und der Brand mittels eines Feuerlöschers durch einen Polizeibeamten erstickt werden.

Motiv für Brandanschlag bislang unklar

Der 21-Jährige wurde festgenommen und befindet sich nun in Polizeigewahrsam. Das Feuer verursachte am Gebäude einen Schaden von rund 1000 Euro, schätzt die Polizei. Sie hat die Ermittlungen gegen den 21-Jährigen aufgenommen, auf ihn kommen gleich mehrere Strafanzeigen zu.

Über das Motiv und die Hintergründe der Tat macht die Polizei noch keine Angaben. Nach Recherchen unserer Zeitung könnte sich der 21-Jährige, der erst seit zwei, drei Monaten in der Unterkunft wohnen soll, in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Bevor es zu dem Feuer kam, soll er mit bloßen Händen die Fensterscheibe in seinem Zimmer kaputtgeschlagen und einen Metallschrank zerbeult haben. Zudem berichtet ein anderer Bewohner von Krampfanfällen des 21-Jährigen.