Großbrand bei Dinkelsbühl
: Blitzeinschlag entfacht Großfeuer – 350 Retter im Einsatz

Wieder brennt ein großes landwirtschaftliches Anwesen in der Region. In Wilburgstetten bei Dinkelsbühl geht in der Nacht auf Freitag ein Rinderstall in Flammen auf.
Von
dpa/res
Wilburgstetten
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Brand nach Unwetter in Mittelfranken

Eine Scheune und  Stall in Wilbrugstetten hat in der Nacht lichterloh gebrannt. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war im Einsatz.

Tizian Gerbing/dpa
  • Großbrand auf Rinderhof in Wilburgstetten bei Dinkelsbühl: Blitz löst Feuer aus.
  • Rund 350 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen – Scheune stürzte teilweise ein.
  • Stall und Wohnhaus blieben erhalten, die meisten Tiere wurden gerettet.
  • Wasserversorgung schwierig, Wasser über lange Leitungen aus der Wörnitz gefördert.
  • Keine Verletzten, Schaden laut ersten Schätzungen mehrere Hunderttausend Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wilburgstetten bei Dinkelsbühl, am gestrigen späten Donnerstagabend (17. Juli): Im kleinen Ortsteil Welchenholz mit rund 50 Einwohnern bricht ein Inferno los. Nach einem heftigen Gewitter bricht ein Großbrand auf einem Rinderhof aus. Ein Blitzeinschlag hat nach ersten Erkenntnissen der Polizei das Feuer auf dem Hofgut ausgelöst. Mit einem Aufgebot von zeitweise rund 350 Einsatzkräften von den Wehren aus dem südlichen Landkreis Ansbach  kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen. Ein Giebel der Scheune in Wilburgstetten stürzte ein, ein weiterer sollte wegen der schweren Brandschäden mit einem Bagger eingerissen werden, wie die Leitstelle mitteilte.

Gegen 22:42 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte zunächst zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war ein gewaltiger Feuerschein sichtbar. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Teil des landwirtschaftlichen Anwesens bereits in Vollbrand. Zunächst waren auch benachbarte Gebäude bedroht, die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen jedoch verhindern.

Die meisten Tiere gerettet

Betroffen waren eine Scheune, ein angrenzender Rinderstall sowie das Wohnhaus. Während die Scheune vollständig den Flammen zum Opfer fiel, gelang es den Einsatzkräften, den Stall und das Wohnhaus zu schützen. Allerdings: Weil das Feuer bereits weit fortgeschritten war, konnten die Einsatzkräfte den Stall nicht mehr betreten. Rinder aus einem angebauten Stall wurden mithilfe von Landwirten ins Freie gebracht, wie die Feuerwehr weiter mitteilte.

„Viele der alarmierten Ortsfeuerwehren bestehen aus Landwirten. Dadurch konnten die meisten Tiere schnell und sicher aus dem Stall geführt werden“, erklärte Einsatzleiter Harald Stark von der Feuerwehr Wilburgstetten. Menschen wurden nicht verletzt.

Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte der Dachstuhl des rund 300 Quadratmeter großen Gebäudes in Vollbrand gestanden. Anrufer hatten nach Feuerwehrangaben berichtet, einen Blitzeinschlag beobachtet zu haben. Ein Polizeisprecher bestätigte am Morgen, dass ein Blitz nach derzeitigen Erkenntnissen den Brand verursacht habe.

Löschwasser aus der Wörnitz

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Da sich im Ort keine ausreichende Löschwasserversorgung befindet, musste das Wasser über lange Schlauchleitungen aus der Wörnitz zur Einsatzstelle gefördert werden. Zeitweise waren sechs sogenannte B-Leitungen im Einsatz. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr waren das Technische Hilfswerk, das Bayerische Rote Kreuz und die Polizei vor Ort.

Die Nachlöscharbeiten mit Unterstützung eines Baggers sollten noch mehrere Stunden dauern. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro.