Diebstahl-Serie in Dinkelsbühl
: Räuber nachts auf Beutezug: mindestens 15 Autos ausgeräumt

Noch mehr Einbrüche: Unbekannte Täter haben im südlichen Stadtgebiet von Dinkelsbühl in nur einer Nacht mindestens 15 Autos „geplündert“. Die Polizei sucht Zeugen und Videomaterial.
Von
res
Dinkelsbühl
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Autodiebstahl: ILLUSTRATION - 22.12.2017, Berlin: Ein Mann versucht eine Autotür mit einer Metallstange aufzubrechen (gestellte Szene). (zu dpa: «Diebe lassen von Auto nur Karosseriegestell und Räder zurück») Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Schock für viele Autofahrer am Mittwochmorgen im südlichen Stadtgebiet von Dinkelsbühl (Symbolfoto).

Axel Heimken/dpa
  • In Dinkelsbühl wurden in einer Nacht mindestens acht Autos ausgeräumt.
  • Tatzeit: Nacht von Dienstag (10. März) auf Mittwoch (11. März).
  • Betroffen: Wohngebiete Kreuzespan, Hoffeld, Gaisfeld, Königshain.
  • Gestohlen: Geldbörsen, Bargeld, Ausweise, persönliche Papiere.
  • Polizei sucht Zeugen und Videos (22–6 Uhr), Tel.: 09851/57190.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am heutigen Donnerstag (12. März) vermeldet die Polizeiinspektion Dinkelsbühl Folgendes: „Die Diebstahlserie aus Fahrzeugen weitet sich aus.“ Während die Polizei zunächst von acht Fällen ausging, hat sich die Zahl der Anzeigen im Laufe des gestrigen Mittwochs noch fast verdoppelt: Insgesamt wurden der Polizeiinspektion Dinkelsbühl bislang 15 Taten gemeldet.

Wie die Polizei gestern mitteilte, ist es in der Nacht von Dienstag (10. März) auf Mittwoch (11. März) im südwestlichen Stadtgebiet von Dinkelsbühl zu einer Serie von Diebstählen aus geparkten Fahrzeugen gekommen. Die Räuber entwendeten dabei gezielt Wertgegenstände aus den Autos. Bei der Polizeiinspektion Dinkelsbühl wurden im Laufe des Mittwochvormittags bislang acht Fälle zur Anzeige gebracht. Die Ermittler bitten die Bevölkerung nochmals dringend um Unterstützung.

Raubzüge auch im Württembergischen?

Nach bisherigen Erkenntnissen konzentrierten sich die Täter ausschließlich auf die Wohngebiete Kreuzespan, Hoffeld, Gaisfeld und Königshain. Aus den dort auf öffentlichen Straßen oder in Carports geparkten Pkw klauten die Täter zurückgelassene Wertsachen, insbesondere Geldbörsen mitsamt Bargeld, Ausweisdokumente und weitere persönliche Papiere.

Für die Polizei in Dinkelsbühl steht auch folgende Frage im Raum: Kommt es in anderen Orten in der Region oder im angrenzenden Baden-Württemberg in den nächsten Tagen zu ähnlichen Diebstählen? Dies würde auf eine überregional agierende Bande schließen lassen. Möglich seien nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen auch Täter aus dem Umfeld der betroffenen Wohngebiete oder aus dem Dinkelsbühler Raum.

Verdächtige Personen oder Fahrzeuge

Die angezeigten Geldbeträge liegen allesamt – zum Glück – nur im zweistelligen Bereich, so die Polizei. Die Wiederbeschaffung von Ausweisdokumenten, Führerscheinen und weiteren Karten im Scheckkartenformat sei aber nur mit einem erheblichen administrativen Aufwand verbunden, langwierig und mühsam.

Die Ermittler der Polizeiinspektion Dinkelsbühl bitten Anwohner und etwaige Zeugen um Unterstützung. Wer hat in der Tatnacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge (auch Fahrräder oder E-Scooter) in den genannten Siedlungen gesehen?

Auto ist kein Tresor

Videomaterial: Sind in den betroffenen Straßen private Überwachungskameras, Video-Türklingeln oder Dashcams in Fahrzeugen positioniert? Wenn ja, bittet die Polizei darum, das Material auf Aufzeichnungen zwischen 22 und 6 Uhr zu sichten. Zudem sollen sich weitere Geschädigte melden, sollten diese ebenfalls Unregelmäßigkeiten an ihren Fahrzeugen festgestellt haben, ohne dass zunächst ein Schaden sichtbar war.

Zuletzt appelliert die Polizei: Bitte lassen Sie niemals Wertgegenstände oder Dokumente im Fahrzeug zurück – auch nicht versteckt oder „nur kurz“. Ein Auto ist kein Tresor. Vergewissern Sie sich beim Verlassen stets, dass Ihr Fahrzeug ordnungsgemäß verschlossen ist. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Dinkelsbühl unter der Telefonnummer 09851/57190 entgegen.

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