Cannabis in Stall angebaut
: Polizei nimmt drei Drogendealer in Kreßberg hoch

In der Gemeinde Kreßberg hat die Polizei am Dienstagvormittag den Stall und die Wohnanschrift eines 50-Jährigen durchsucht. Jetzt gibt es drei Tatverdächtige.
Von
Jens Sitarek
Kreßberg
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Polizeikontrolle zu Drogen im Straßenverkehr: 27.08.2024, Hamburg: Polizisten stellen während der DIS-Woche (Drogen im Straßenverkehr) bei der Kontrolle von einem Autofahrer eine Tüte mit Cannabis sicher. (zu dpa: «Polizei erwischt 27-Jährigen mit zwei Kilo Marihuana im Auto») Foto: Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei stellt bei einer Kontrolle eines Autofahrers eine Tüte mit Cannabis sicher, so geschehen in Hamburg.

Daniel Bockwoldt/dpa (Symbolbild)
  • Polizei entdeckt in Kreßberg Cannabis-Plantage in einem Stall – 2,4 kg Marihuana beschlagnahmt.
  • Zusätzlich sichergestellt: 75 g Haschisch, 5 Cannabispflanzen und 3600 Euro Bargeld.
  • Drei Tatverdächtige (50, 25, 29 Jahre) nach Maßnahmen vorerst entlassen.
  • Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Ellwangen und Kriminalpolizei laufen weiter.
  • Neues Cannabisgesetz erlaubt ab 2024 begrenzten Eigenanbau und Besitz – keine Änderung bei „nicht geringer Menge“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Zuge polizeilicher Ermittlungen habe sich der Verdacht ergeben, dass ein 50-Jähriger in einem Stall in der Gemeinde Kreßberg Cannabis in nicht geringer Menge anbaut und die Erzeugnisse im Anschluss veräußert, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen und des Polizeipräsidiums Aalen zu beschlagnahmten Betäubungsmitteln am Mittwoch. Deswegen durchsuchte die Polizei am Dienstagvormittag den Stall und die Wohnanschrift des Mannes.

Der Durchsuchungsbeschluss wurde, wie in solchen Fällen üblich, durch das Amtsgericht Ellwangen erlassen. Dies hat nichts mit dem Wohnort des Mannes zu tun, sondern damit, dass die zuständige Staatsanwaltschaft ihren Sitz in Ellwangen hat. Bei der Durchsuchung in Kreßberg wurden etwa 2,4 Kilogramm Marihuana, knapp 75 Gramm Haschisch und etwa 30 Gramm Haschisch-Tabak-Gemisch sowie fünf Cannabispflanzen beschlagnahmt, zudem ein Federdruckgewehr und rund 3600 Euro Bargeld.

Tatverdächtige wurden wieder entlassen

Bei der Durchsuchung habe sich der Verdacht ergeben, heißt es in der Pressemitteilung weiter, dass neben dem 50-Jährigen eine 25-Jährige und ein 29-Jähriger am Betäubungsmittelhandel beteiligt seien. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Tatverdächtigen wieder entlassen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ellwangen und der Kriminalpolizei dauern an.

Wie sieht es rechtlich aus? Nach dem neuen Cannabisgesetz, das am 1. April 2024 in Kraft trat, dürfen Erwachsene für den Eigenanbau 50 Gramm zu Hause aufbewahren und bis zu drei Pflanzen anbauen. In der Öffentlichkeit darf eine Person nicht mehr als 25 Gramm mit sich führen. Stattdessen wurde die alte Regel für die „nicht geringe Menge“ von Cannabis beibehalten. Diese liegt bei mehr als 7,5 Gramm Tetrahydrocannabinol (THC), dem Hauptwirkstoff von Cannabis.