„Die Maschine wird wieder im normalen Rettungsdienst eingesetzt“, sagt Jochen Oesterle von der ADAC-Luftrettung über den Rettungshubschrauber, der am 14. Dezember 2018 beim Anflug zu einem Notfall in Rammingen mit „technischen Störungen“ gelandet war. Der Pilot hatte Probleme mit dem Rotor gemeldet. Der Patient konnte andersweitig versorgt werden.

Rotoren wurden abmontiert

Bei der Bergung mussten Techniker aus Landshut, wo sich eine der drei Stationen der Luftrettung befindet, die Rotoren abmontieren. Die Maschine war somit flugunfähig. Ein Autokran hob den 3,7 Tonnen schweren Helikopter auf einen Tieflader, um ihn nach Landshut zu bringen. Auch die Rotoren wurden dorthin transportiert, wenngleich befürchtet wurde, dass diese zur Reparatur ins Airbus-Werk Donauwörth müssen. Dies war dann aber nicht notwendig: In Landshut habe der Spurlauf der Rotoren, die eine Spannweite von elf Metern haben, neu eingestellt und die Unwucht behoben werden können. Eine gute Nachricht: Der Austausch der Rotoren hätte mehrere hunderttausend Euro gekostet.

Ersatzmaschine im Einsatz

Auf der Station Christoph 22 am Ulmer Bundeswehrkrankenhaus ist seit dem Ausfall des Hubschraubers eine baugleiche Ersatzmaschine im Einsatz. Diese sei noch am selben Abend hergeflogen worden – ein rund neun Millionen Euro teurer Airbus Helikopter vom Typ H 145. Die Crew wurde ausgetauscht, am Tag darauf sei der Rettungshubschrauber einsatzbereit gewesen. Er wird vorerst in Ulm bleiben.
Die Luftrettung verfüge über genügend Maschinen und habe ihre Flotte mit 17 „nagelneuen, hochmodernen“  Rettungshubschraubern modernisiert, erklärt Oesterle. Ein Austausch der Maschinen komme immer wieder vor, etwa bei Wartungen. Christoph 22 hat einen Radius von 50 bis 80 Kilometern und wird in der Region Ulm/Neu-Ulm, auf der Schwäbischen Alb, in Teilen Oberschwabens und Bayerisch-Schwabens eingesetzt.

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Schwäbisch Hall/Obersontheim