Volleyball-Bundesliga
: Nächster glatter 3:0-Sieg für die Barock Volleys

Die Ludwigsburger gewinnen auch gegen München klar. Die Gastgeber machen zu viele Fehler, die von den Schwaben eiskalt ausgenutzt werden.
Von
Niklas Braiger
Stuttgart
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Ein Freudenschrei von Patrick Steuerwald. Der Trainer der Barock Volleys kann beim 3:0-Sieg in Bayern sehr zufrieden mit seinen Schützlingen sein.

Hansjürgen Britsch/Baumann

Während bei den Barock Volleys vom MTV Ludwigsburg am Mittwochabend scheinbar alles klappt, will den WWK Volleys München kaum etwas gelingen. Die Gastgeber aus dem Freistaat wandeln nur 43 Prozent aller Angriffe in Punkte um, die Schwaben auf der Gegenseite über 55 Prozent. Hinzu kommen neun Blocks der Ludwigsburger auf dem Weg zum glatten 3:0-Sieg. Damit ist es der zweite Zu-Null-Sieg für Patrick Steuerwald und seine Männer, die am Sonntag bereits den TV Rottenburg klar besiegt haben.

Anders als noch am Wochenende steht Caleb Lipscomb in der ersten Sechs auf dem Parkett. Gegen den TVR bekleidete Maxim Günther die Mittelblockerposition. Mit dem 2,11-Meter-Hünen auf dem Feld, kommen beide Seiten nur schleppend in die Partie und leisten sich einige Aufschlagfehler. Beim 6:10 zieht Steuerwald gleich die erste Auszeit und die zeigt Wirkung. Ludwigsburg ist voll im Spiel, die Blockarbeit ist herausragend, die Bayern wirken von der Rolle.

WWK-Trainer Tomasz Wasilkowski ist fuchsteufelswild, auch zwei Auszeiten bleiben ohne Erfolg. Beim 12:18 wechselt der Pole nun beinahe bei jedem Punkt die Spieler, so kommt Joshua Schellinger zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Der US-Amerikaner macht zwar gleich einen guten Eindruck und verhindert ein Debakel im ersten Satz, kann das 20:25 aber nicht mehr verhindern.

MTV dennoch nicht makellos

Nach dem Seitenwechsel brauchen die Barock Volleys wieder kurz, um in den Rhythmus zu kommen, sind dann aber wieder voll da. Marius Büchi, Tim Köpfli, Lipscomb und Kapitän Ben-Simon Bonin, der am Ende MVP wird, setzen die Gastgeber unter Druck. Beim 10:5 gibt es die nächste Auszeit der Münchner. Die machen allerdings weiterhin zu viele Fehler und schlagen sich phasenweise selbst.

Doch auch Patrick Steuerwald ist nicht zu 100 Prozent mit seinem Team zufrieden. Die Annahmen sind teilweise zu unsauber, sodass die Schwaben den zweiten Satz frühzeitig deutlich zumachen können. München ist allerdings weiterhin zu unsauber in den Aktionen, als dass es ernsthaft noch einmal eng werden würde. Trotz einer Auszeit der Hausherren bei 16:23 geht der Abschnitt mit 25:18 an die Barockstädter.

Der dritte Satz beginnt wieder ähnlich wie der vorherige. Zu Beginn ist München noch auf Augenhöhe, muss aber nach und nach abreißen lassen. Den Gastgebern unterlaufen uncharakteristische einfache Fehler. Ludwigsburg ist derweil hellwach, nutzt diese Fehler eiskalt aus und führt schnell wieder mit 13:6. Hoffnung keimt bei den Bayern noch einmal auf, als sie Mitte des dritten Abschnitts auf vier Punkte verkürzen. Diese Hoffnung ist jedoch schneller wieder weg, als sie da war.

Huber macht’s mit Köpfchen

Da Alfred Brink die Zuspiele perfekt zu Büchi, Köpfli und Co. bringt, ist die Partie nach dem Ass von Lipscomb beim 19:10 schon vorentschieden. Den Schlusspunkt setzt der kuriose erste Matchball: Jan Huber blockt erst noch per Kopf, Brink serviert für Büchi und der Diagonalangreifer nagelt seinen 15. Punkt des Abends zum 25:16 in die gegnerische Hälfte.

„Wir wussten um das Potenzial von München, wussten aber auch, dass sie noch nicht die Konstanz haben“, resümiert ein glücklicher Steuerwald im Nachgang und blickt direkt nach vorne: „Wir freuen uns. Es war super drei Punkte einzufahren. Ab morgen liegt der volle Fokus auf Karlsruhe.“ Denn bereits am Freitagabend geht es für die Barockstädter zum nächsten Derby gegen die Baden Volleys aus Karlsruhe.