Tanzen
: Bereit für den nächsten Coup

Die Lateinformation der TSG Bietigheim will bei der deutschen Meisterschaft an diesem Samstag den nächsten Erfolg. Die Chancen stehen gut für Großes.
Von
Sandra Bildmann
Bietigheim-Bissingen
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BAU // 07.03.2026, Deutschland, Ludwigsburg Tanzen, Bundesliga Latein, Abschlussturnier des TC Ludwigsburg, TSG Bietigheim A, "Eletric Love"

Im März zeigte die Latein-Formation der TSG Bietigheim ihre Choreografie „Electric Love“ beim Abschlussturnier.

Pressefoto Baumann
  • TSG Bietigheim peilt bei der DM am Samstag den nächsten Erfolg mit „Electric Love“ an.
  • Cheftrainer Cramer setzt auf 100 Prozent von Beginn an – keine Rotation, volle Konzentration.
  • Ziel ist Platz zwei hinter Bremen und der Kampf um das WM-Ticket gegen Buchholz.
  • DM ist Quali für zwei WM-Startplätze im Dezember in Bremen – Livestream verfügbar.
  • Drei neue Kräfte in der Erstbesetzung, Stellprobe am Freitagabend in Nürnberg.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Taktiert wird nicht. „Wenn man bei der Deutschen Meisterschaft brillieren will, muss man mit 100 Prozent antreten“, sagt Cheftrainer Stefan Cramer. Von Anfang an. Dank der zurückliegenden Ergebnisse ist davon auszugehen, dass die TSG im Finale tanzt, nach der Vor- und Zwischenrunde also zum dritten Mal an einem Tag. Aber anders als zum Beispiel beim Fußball werde beim Tanzen nicht rotiert. Da werden keine Sportler geschont oder die Taktik verändert. Beim Tanzen gelte volle Konzentration und maximale Performance-Qualität von Anfang an.

Neue Umgebung, neues Parkett, erster Auftritt. „Die Vorrunde ist bei den Mannschaften oft generell noch etwas klapprig“, weiß Cramer aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung. Mehr Sicherheit führe zu einer Leistungssteigerung. Möglicherweise ein Vorteil für die TSG, die über den Sommer keine neue Choreografie einstudieren musste, sondern die Erfolgskür „Electric love“ verschärft, den Schwierigkeitsgrad nach oben geschraubt und noch mehr verinnerlicht hat.

„Wir wollen als Mannschaft und Einheit auftreten. Das ist das Ziel des Tages“, erklärt der Cheftrainer in gewohnter Zurückhaltung. Doch man wolle natürlich auch den Erwartungen von außen entsprechen, gibt er zu. Und klar: Auch das Team wünscht sich hinter Branchenprimus Bremen den zweiten Platz. Denn nach dem jüngsten Überraschungserfolg - dem Vizemeistertitel bei der EM Ende Mai - gehört die TSG mittlerweile zur europäischen Spitze. Da können sich die Bietigheimer ungeniert selbstbewusst der nationalen Konkurrenz stellen.

Kampf um WM-Startplatz

Und es geht nicht nur um die deutsche Krone: Die DM dient auch als Rangordnung für die Vergabe der zwei Startplätze bei der Weltmeisterschaft im Dezember in Bremen. Das Heimspiel für die Titelverteidiger gilt als sicher, aber wer schnappt sich das zweite Ticket? Erwartet wird ein enges Duell zwischen Bietigheim und dem niedersächsischen Buchholz. Aus dem Südwesten mit dabei sind auch die TSC Residenz Ludwigsburg sowie der Aufsteiger TSZ Weissacher Tal aus dem Rems-Murr-Kreis.

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Wenn die TSG am Samstag aufs Wettbewerbsparkett geht, sei die WM nicht der beherrschende Gedanke, glaubt Cramer. „Jedem ist bewusst, worum es geht, aber auch das ist nicht neu für uns. Wir wollen geiles Tanzen abrufen, können aber nur uns selbst beeinflussen. Das Ergebnis haben wir nicht in der Hand.“

Nach der Anreise am Freitagnachmittag darf die TSG bereits am Abend ihre Stellprobe in der Nürnberger Halle angehen. Das hat den Vorteil, dass sich die Eindrücke der Location über Nacht setzen können und der Stress am Turniertag etwas reduziert wird. Denn die Vorbereitung auf den ersten Wettbewerbsdurchgang ab 14.30 Uhr dauert ohnehin lang genug: Alleine drei bis vier Stunden sind nötig, bis Kostüm und Schminke sitzen.

Drei Neue im Team

Als die TSG bei der traditionellen Saisoneröffnung vor knapp zwei Wochen im Kronenzentrum ihre Formationen samt den Choreografien der Öffentlichkeit präsentiert hat, dienten die Show-Auftritte den Trainern auch als Entscheidungshilfe, denn sie mussten sich noch auf jene acht Paare festlegen, die als Erstbesetzung in die Saison gehen.

Aus unterschiedlichen Gründen hat es auf drei Positionen einen Wechsel gegeben, degradiert wurde aber niemand. Eine Person ist aus der B-Mannschaft aufgerückt, eine aus dem Back-up-Team und eine von extern. Die beiden Ersatzpaare lasse man natürlich nicht daheim, betont Cramer, sie würden bei der Teamvorstellung selbstverständlich mit über das Nürnberger Parkett laufen.

Wo läuft die deutsche Meisterschaft?

Die DM kann per Livestream verfolgt werden: www.dm-rot-gold-casino.de/livestream