Tamm
: Neues Feuerwehrhaus ist trotz Insolvenz weiterhin im Plan

Eine Firma, die am neuen Feuerwehrgerätehaus in Tamm mitbaute, meldete Insolvenz an. Die Verwaltung fand eine schnelle Lösung.
Von
Petra Neset-Ruppert
Tamm
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Den Einbau der Aluminium-Innentüren (das Foto zeigt den Rohbau im Sommer) übernimmt nach der Insolvenz der Firma Klass nun die Firma Winterhalter und Maurer.

/Martin Kalb

Glück im Unglück hatte die Stadt beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Kirschenau. Denn Ende des vergangenen Jahres wurde ein Insolvenzverfahren gegen die Firma Klass beschlossen. Diese war für die Lieferung und Montage der Aluglasfassade beauftragt worden. Dazu gehörten auch die Fensterbänder, die Aluminiumtüren sowie die Schiebefenster zwischen Funkzentrale und Lagezentrum.

Die Firma Hertig, die bereits als Subunternehmer für die Firma Klass tätig war, wurde von der Stadt mit der Fertigstellung der restlichen Arbeiten beauftragt. 90 Prozent der eingebauten Fenster und Außentüren sowie Fassadenteile waren bis zur Insolvenz bereits fertig. Für die Herstellung und den Einbau der Aluminium-Innentüren hat auf Empfehlung die Firma Winterhalter und Maurer ein Angebot abgegeben. Das Angebot „bewegt sich im Bereich des ursprünglich beauftragten Angebots der Firma Klass“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Feuerwehr lüftet selbst

„Wir sind wirklich glücklich, dass wir eine Firma gefunden haben, die so schnell reagieren kann“, erklärte Bürgermeister Martin Bernhard dem Gemeinderat. Da kurz vor der Insolvenz der Estrich aufgebracht wurde, musste für eine Durchlüftung der Räume gesorgt werden. „Das haben fünf Kameradinnen und Kameraden über Weihnachten und Neujahr übernommen“, erklärt Bernhard im Gespräch mit der BZ. Durch die Firma Hertig und das schnelle Einspringen der Firma Winterhalter und Maurer sei der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses „im Moment nicht im Verzug“, so Bernhard.

44.000 Euro verloren

Alexander Maier (SPD) schlug in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vor, ob man die durch die Insolvenz entstandenen Mehrkosten von 44.000 Euro eventuell gemeinsam mit den Stadtwerken übernehmen könne, da sich dort auch eine Wärmepumpe der Stadtwerke befinde.

Petra Brenner (CDU) lobte die schnelle Reaktion aller Beteiligten und verwies darauf, dass der entstandene finanzielle Schaden beim Insolvenzverwalter ja bereits angemeldet sei. Der Bau des Feuerwehrgerätehauses laufe nun weiter nach Plan.

Das Gremium stimmte einstimmig dafür die Firma Winterhalter und Maurer mit den restlichen Arbeiten zu beauftragen.

 Petra Neset-Ruppert