Stromberg-Cup
: Bönnigheim nimmt wertvolle Erkenntnisse mit

Der TSV bleibt beim Stromberg-Cup ohne Erfolg. Den Turniersieg holt der ESV 1927 Regensburg.
Von
bzh
Stuttgart
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Bönnigheims Alexandra Zäh (rechts) erhielt von TSV-Trainer Sven Bühler ein Sonderlob: „Sie reißt das Team mit ihrem Kampfgeist auf dem Feld mit.“

Avanti/Ralf Poller

Überlegen gewann der ESV 1927 Regensburg das Frauenturner des 25. Stromberg-Cups in Bönnigheim. Im Endspiel überrollten die oberpfälzischen Handballerinen Frisch Auf Göppingen mit 25:11. Wie die beiden Finalisten gehörten gleich fünf der acht teilnehmenden Teams der Zweiten Bundesliga an. Dazu zählte auch die TG Nürtingen, die im Spiel um Platz drei Drittligist SG Schozach-Bottwartal mit 17:15 besiegte.

Und das vor prominent besetzter Kulisse: Überraschend tauchte der ehemalige Frauen-Bundestrainer Armin Emrich beim Stromberg-Cup auf. „Mein Sohn Julius wohnt in der Region, ein weiterer Sohn ist mit einer Freiburger Spielerin liiert, die hier mitspielt. Das ließ sich wunderbar zu einem Ausflug kombinieren“, meinte der Südbadener, der sich zudem über Treffen mit alten Bekannten wie dem ehemaligen TSV-Trainer Edwin Gahai freute.

Vertraute Gesichter entdeckte auch die zum Zuschauen gekommene, dem SG-BBM-Vorstand angehörende Irmtraud Prokosch. „Es spielen sehr viele Spielerinnen mit, die mal in Bietigheim waren. Unter anderem habe ich mindestens fünf ehemalige SG-Torhüterinnen gesehen.“ Eine davon durfte sich über den Turniersieg freuen: Joelle Arno, Neuzugang beim ESV 1927 Regensburg.

Die „Bunker-Ladies“ aus der Domstadt waren spielerisch und physisch die herausragende Mannschaft des Turniers. Obwohl der ESV am Vorabend noch ein Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten Pilsen bestritten hatte, war kein konditionelles Nachlassen festzustellen. Im Gruppenspiel gegen die SG Schozach-Bottwartal sah es bis zur Pause so aus, als könnte die junge Truppe der gerade aus der Zweiten Bundesliga abgestiegenen SGSB den Regensburgerinnen ein Bein stellen. „In der zweiten Halbzeit haben die dann ihre Topspielerinnen gebracht. Da waren wir chancenlos“, meinte die zum Bottwartäler Trainerteam zählende Tabea Kraft, ebenfalls eine ehemalige SG-Keeperin, nach der 17:23-Niederlage.

Die mit einigen großen Talenten wie den DHB-Nachwuchsspielerinnen Lara Däuble, Lisa Löhnig und Jade Oral bestückte SGSB wurde aber nach Erfolgen gegen die Zweitligisten Freiburg (25:13) und Ketsch (16:14) immerhin Gruppenzweiter, verlor aber das Spiel um den dritten Platz gegen die ebenfalls der Zweiten Liga angehörende TG Nürtingen mit 15:17.

Als einzige Mannschaft blieb Gastgeber Bönnigheim sieglos. „Angesichts der höherklassigen Konkurrenz war kaum etwas anderes zu erwarten“, erklärte Sven Bühler. Der TSV-Trainer strich die positiven Aspekte heraus: „Für die Möglichkeiten, die wir haben, bin ich sehr zufrieden. Neuzugang Alina Kynast hat sich super eingefunden, ist eine echte Verstärkung. Imponierend war unser Routinier Alexandra Zäh, die das Team auf dem Feld durch ihren Kampfgeist mitreißt.“ bzh