SGV Freiberg
: Wasen-Elf könnte Titelkampf noch enger machen

Mit einem Sieg bei den Stuttgarter Kickers wäre am letzten Spieltag für den SGV Freiberg alles drin.
Von
Niklas Braiger
Stuttgart
Jetzt in der App anhören

Im Hinspiel zogen Marco Kehl-Gomez (in blau) und der SGV Freiberg den Kürzeren gegen die Stuttgarter Kickers.

/Oliver Bürkle

Auch wenn der SGV Freiberg nicht in die Dritte Liga aufsteigen kann, da der Verein nicht die Lizenz beantragt hat, ist die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga Südwest noch möglich. Zwei Spieltage vor Schluss ist der Titelkampf so spannend wie schon lange nicht mehr. Insgesamt fünf Mannschaften haben noch die Chance auf die Meisterschaft – eine davon ist die Wasen-Elf. Mit einem Sieg am Samstag um 14 Uhr beim Spitzenreiter Stuttgarter Kickers und Schützenhilfe auf den anderen Plätzen, könnte der SGV bis auf einen Punkt an die Tabellenführung ranrutschen.

Auf der Waldau werden bis zu 10.000 Zuschauer erwartet

Andererseits könnten die Kickers mit Schützenhilfe schon am Samstag die Meisterschaft und damit den Aufstieg klarmachen. Laut Informationen sollen rund 10.000 Zuschauer am Wochenende vor Ort sein. „Wir wollen nicht die sein, die die Liga scharf machen oder da Würze reinbringen“, sagt Seitz, der sich voll und ganz auf sich und sein Team konzentriert. Er fügt aber hinzu: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen und am Ende die bestmögliche Platzierung. Wir wissen seit Weihnachten, dass wir die Lizenz nicht kriegen. Die Spieler spielen deshalb locker drauf los und machen es überragend.“ Bei den Kickers kann er auf alle Spieler zurückgreifen, niemand ist aktuell verletzt. Seitz: „So spät in der Saison ist das nicht selbstverständlich.“

Der SGV ist aktuell vielleicht das formstärkste Team aus der Spitzengruppe. Seit acht Spielen sind die Männer aus Freiberg ungeschlagen, seit dem Jahreswechsel haben sie in zwölf Partien nur sechs Gegentore kassiert. Zum Vergleich: Die Kickers warten wettbewerbsübergreifend seit vier Partien auf einen Sieg, der Tabellenzweite TSG Hoffenheim II hat ebenfalls die jüngsten vier Ligaspiele nicht gewonnen, und die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart hat in diesem Zeitraum auch nur in einer Begegnung drei Punkte geholt.

Rechenspielchen vor dem 34. Spieltag

Im Extremfall könnte der Abstand zwischen den ersten fünf Teams der Liga vor dem letzten Spieltag der Saison nur ein Zähler betragen. Bei Siegen der beiden Frankfurter Teams – der FSV Frankfurt bei der TSG Hoffenheim II und die Reserve der Eintracht gegen den VfB Stuttgart II – würden die Kickers noch an der Spitze mit 60 Punkten stehen. Dahinter würden die TSG II, der VfB II, die Eintracht II und der SGV mit jeweils 59 Punkten rangieren. Doch das sind Rechnereien, von denen Seitz nichts wissen will: „Ich habe mich damit nicht befasst, und ich werde mich damit auch nicht befassen.“ Niklas Braiger