SGV Freiberg: In Nöttingen gegen Ulm

Marco Kehl-Gomez (Mitte) kehrt nach seiner Gelb-Sperre wieder in den Kader des SGV Freiberg zurück.
Avanti/Ralf PollerDie knappe Niederlage beim Bahlinger SC am Wochenende war ein Schlag in die Magengrube für den SGV Freiberg – vor allem, da die Mannschaft von Trainer Roland Seitz den einzigen Gegentreffer beim 0:1 per Foulelfmeter in der 87. Minute kassierten. „Das war ein Tiefschlag und damit schwierig. Alle waren niedergeschlagen. Denn wir hätten einen Punkt holen können oder sogar müssen“, sagt auch der Sportliche Leiter des SGV, Dieter Gerstung.
Lange Zeit, sich in Selbstmitleid zu suhlen, haben die Freiberger aber nicht. Denn bereits an diesem Dienstag (19 Uhr) steigt in Nöttingen das Regionalliga-Heimspiel gegen den Spitzenreiter SSV Ulm 1846. „Dass wir gleich wieder spielen dürfen, ist gut – vor allem, da wir nichts zu verlieren haben. Für uns ist es ein Bonusspiel. Wir können befreit aufspielen und wissen, dass wir gegen jede Mannschaft punkten können. Die Ulmer stehen dagegen unter Druck. Sie müssen gewinnen“, erklärt Gerstung. Denn nach zuletzt nur zwei Punkten aus den vergangenen vier Partien sowie nur neun Zählern in sieben Begegnungen seit der Winterpause ist der Vorsprung des SSV auf die Verfolger auf einen Punkt zusammengeschrumpft.
Die Freiberger müssen allerdings die beiden Rot-gesperrten Ruben Reisig (ein Spiel) und Angelo Rinaldi (zwei Spiele) ersetzen. „Christian Mistl hat das am Wochenende für Marco Kehl-Gomez gut gemacht, der nach seiner Gelb-Sperre auch zurückkommt“, berichtet Gerstung. Und auf der Außenbahn in der Viererkette wird wohl Yannick Thermann wieder in die Startelf rücken, tippt der Sportliche Leiter. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Marcel Sökler, „mit Sicherheit nicht“ (Gerstung) auflaufen werden dagegen Mert Özkaya, Azur Velagic und Marcel Hofrath.
Warum das Spiel nach Nöttingen verlegt wurde, ist für Gerstung auch ein Rätsel. „Ich denke, dass unter der Woche nicht so viele Zuschauer aus Ulm kommen, dass es ein Hochrisikospiel wird. Und außerdem haben wir schon mal in der Oberliga vor mehr als 1000 Zuschauern auf dem Freiberger Kunstrasen gegen Ulm gespielt“, berichtet der SGV-Funktionär. Michael Nachreiner