SGV Freiberg
: Erster Sieg auf dem heimischen Wasen-Acker

Der SGV Freiberg sichert sich mit dem 1:0 gegen Hessen Kassel einen wichtigen Befreiungsschlag im Tabellenkeller.
Von
Niklas Braiger
Stuttgart
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Nicht immer finden Lukas Rupp (links) vom KSV und Yannick Osée von den Freibergern den richtigen Halt im Wasen-Rasen. Am Ende behalten die Gastgeber die Oberhand.

Ralf Poller/Avanti

Nach dem Abpfiff gleich der Rasen im Wasen-Stadion mehr einem Rübenacker, als einen Fußballplatz. Der 1:0-Erfolg des SGV Freiberg gegen den KSV Hessen Kassel ist sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, die Spieler rutschen häufiger auf dem Feld aus, als dass sie Torchancen kreieren. „Das zu der Jahreszeit in der Regionalliga die Plätze nicht hundert Prozent top sind, ist klar. Aber da müssen wir uns anpassen, der Gegner spielt auf dem gleichen Platz, den Kampf müssen wir annehmen“, sagt SGV-Innenverteidiger David Pisot nach der Partie, der aus seiner Zeit in der Zweiten und Dritten Bundesliga sicher andere Verhältnisse gewohnt ist.

So auch Lukas Rupp, der nach 137 Partien in der deutschen Beletage für Stuttgart, Hoffenheim, Gladbach und Paderborn inzwischen in die vierte Liga zu den Gästen aus Nordhessen gewechselt ist. „Der Platz war seifig, aber die haben auf dem gleichen Rasen gespielt, das können wir nicht als Grund nehmen“, sagt der Routinier über die Pleite.

Wenig los vor den Kästen

Das Duell der beiden Teams zeigt lang, dass sich beide Mannschaften in einer Formkrise befinden und wieder in die richtige Spur kommen müssen. Freiberg holte nur zwei Punkte aus den jüngsten vier Spielen, Kassel verlor die vergangenen drei Begegnungen. Wirklich gefährliche Torchancen sind im vom Kampf betonten Duell daher Mangelware, die Keeper werden nur selten ernsthaft gefordert. Die Gastgeber kommen nach einem langen Ball zur Doppelchance, Hilal El-Helwe scheitert jedoch erst an Schlussmann Franz Langhoff, Gal Grobelnik jagt den Nachschuss über das Tor (60.). Auf der Gegenseite haben die Löwen Alu-Pech, ein Freistoß aus dem Halbfeld von Rupp landet am zweiten Pfosten, wird ins Zentrum verlängert, wo Kenny Weyh aus der Drehung das Lattenkreuz zum Beben bringt (64.).

Das Tor des Tages ist zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen, nachdem El-Helwe eine Eckball-Verlängerung verarbeiten kann und dann eiskalt aus kurzer Distanz zum Endstand einschiebt (56.). „Wir haben zum dritten Mal in Folge nach einem Standard das 1:0 bekommen, das bricht uns dann das Genick“, erklärt Rupp im Nachgang.

Freiberg verschafft sich derweil etwas Luft im Tabellenkeller gegen den direkten Konkurrenten und holt den ersten Heim-Dreier im sechsten Spiel. „Es war eine ganz tolle, geschlossene Mannschaftsleistung. Trotzdem ist nicht alles gut, wir müssen weiter arbeiten und brauchen viele Punkte, um unten raus zu kommen“, sagt Pisot . Der 37-Jährige und Trainer Roland Seitz sind sich einig: „Wir haben endlich den Bock umgestoßen.“