SG Sonnenhof siegt 4:0 in Pirmasens
: Sascha Mölders lässt es krachen

Wer die beiden ersten Regionalliga-Spiele der SG Sonnenhof Großaspach im Fußball-Jahr 2022 gesehen hat, konnte eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Es standen zwei komplett andere Mannschaften für den Dorfklub auf dem Rasen. Zum Wiederauftakt zeigten die Aspacher beim 0:1 gegen das Schlusslicht TSV Schott Mainz eine lahme und uninspirierte Vorstellung und ließen selbst im Abstiegskampf essentielle Tugenden wie Biss, Einsatz und Einstellung vermissen. Ganz anders nun eine Woche später: Am Samstagnachmittag überzeugte das Team von Trainer Hans-Jürgen Boysen beim FK 03 Pirmasens in allen Belangen und fuhr einen auch in der Höhe verdienten 4:0-Sieg ein. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang beträgt jetzt nur noch ein Punkt. Die SG ist mit einem Schlag wieder dick im Geschäft um den Klassenerhalt.
Von
Andreas Eberle
Stuttgart
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FK Pirmasens vs. SG Sonnenhof Grossaspach , Fußball, Regionalliga Suedwest, 25.Spieltag, Saison 2021/2022, 19.02.2022,

Eibner-Pressefoto

Wer die beiden ersten Regionalliga-Spiele der SG Sonnenhof Großaspach im Fußball-Jahr 2022 gesehen hat, konnte eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Es standen zwei komplett andere Mannschaften für den Dorfklub auf dem Rasen. Zum Wiederauftakt zeigten die Aspacher beim 0:1 gegen das Schlusslicht TSV Schott Mainz eine lahme und uninspirierte Vorstellung und ließen selbst im Abstiegskampf essentielle Tugenden wie Biss, Einsatz und Einstellung vermissen. Ganz anders nun eine Woche später: Am Samstagnachmittag überzeugte das Team von Trainer Hans-Jürgen Boysen beim FK 03 Pirmasens in allen Belangen und fuhr einen auch in der Höhe verdienten 4:0-Sieg ein. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang beträgt jetzt nur noch ein Punkt. Die SG ist mit einem Schlag wieder dick im Geschäft um den Klassenerhalt.

Auch mit 36 noch ein Knipser

Sinnbildlich für die Wiederauferstehung der Sonnenhof-Elf war der Auftritt von Sascha Mölders. Während der frühere Bundesliga-Stürmer gegen Schott Mainz allenfalls durch verbale Scharmützel mit den Gegenspielern und dem Schiedsrichter auffiel, besann er sich im Sportpark Husterhöhe auf seine Vollstreckerqualitäten – und die sind auch im vorgerückten Fußballer-Alter von 36 Jahren noch immer beeindruckend, wie seine drei Treffer gegen Pirmasens zeigen. „Es ist immer schön, wenn du Tore machst, noch besser aber ist es, wenn du hinten zu Null spielst. Das zeigt, dass die ganze Mannschaft ihren Job gemacht hat“, rückte der Torjäger die Leistung des Kollektivs in den Vordergrund.

Salz glänzt als Vorbereiter

Schon in der fünften Minute gelang Mölders sein erstes Pflichtspiel-Tor im knallroten SG-Dress – nach mustergültiger Vorarbeit seines Sturmpartners Dominik Salz. Auch beim zweiten Treffer trat der Ex-Freiberger als Vorbereiter in Erscheinung. Manuel Konrad fing einen halbherzigen Befreiungsschlag von Yannick Griess ab, Salz steckte durch auf David Tomic – und der traf aus 15 Metern und spitzem Winkel zwar erst nur den Innenpfosten, doch von dort prallte die Kugel zum 0:2 ins Netz (24.).

SG-Trainer Hans-Jürgen Boysen hatte bei seinen Schützlingen eine bessere Körpersprache und Einstellung gegenüber der misslungenen Premiere angemahnt. Das Team gehorchte dem 64-jährigen Kurpfälzer aufs Wort und zeigte die geforderte Reaktion. Von Beginn an bestimmte Großaspach die Begegnung. Die Schwaben störten die Rheinland-Pfälzer früh bereits in deren Hälfte, provozierten so beim Gegner immer wieder Ballverluste und führten die Zweikämpfe extrem aggressiv. Und auch spielerisch vermochten sie diesmal Akzente zu setzen.

Latte rettet für Großaspach

Auf die enttäuschende erste Hälfte reagierte der Pirmasenser Co-Trainer Dominik Böckli, der seinen Gelb-Rot-gesperrten Chef Kevin Stotz vertrat, mit einem Doppelwechsel. Tatsächlich hatte der Gastgeber nach Wiederanpfiff zunächst Oberwasser. So scheiterte der eingewechselte Arman Ardestani an der Latte, nachdem sich Dennis Krob rustikal gegen SG-Debütant Lamar Yarbrough durchgesetzt hatte (61.).

In der Endphase sorgte der doppelte Mölders für die Entscheidung. Erst traf er per Flachschuss zum 0:3 ins lange Eck (84.), in der Nachspielzeit war er dann per Kopf erfolgreich. Jeweils hatte die Pirmasenser Abwehr dem Routinier viel zu viel Platz gelassen. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierte der mitgereiste SG-Anhang im mit etwa 15 Personen spärlich besetzten Gästeblock. „Wir haben heute viel gut und viel richtig gemacht“, zeigte sich auch Boysen zufrieden.