SG Sonnenhof Großaspach: Der K.o. kommt in der Nachspielzeit

Anthony Mbem-Som Nyamsi (von links) und die SG Sonnenhof Großaspach hatte einen schweren Stand gegen die Koblenzer um Andre Mandt.
Avanti/Ralf PollerSchockstarre bei den Spielern, Verantwortlichen und Fans der SG Sonnenhof Großaspach auf einen Seite, ausgelassene Feierstimmung bei der TuS Koblenz auf der anderen: Die Aspacher kamen im Rückspiel der Regionalliga-Relegation vor 3525 Zuschauern in der Wir-machen-Druck-Arena nicht über ein 2:2 (0:0)-Unentschieden hinaus, nachdem sie das Hinspiel in Koblenz mit 1:2 verloren hatten. Dadurch steigen die Koblenzer in die Regionalliga Südwest auf, während die SG Sonnenhof eine weitere Saison in der Oberliga Baden-Württemberg verbringen wird.
Rund 400 Koblenzer Fans
„Nie mehr Oberliga“, skandierten die rund 400 mitgereisten Koblenzer Fans nach dem Schlusspfiff. Erst in der Nachspielzeit hatte Dylan Akpess Esmel den Gastgebern den Todesstoß verpasst. Nachdem Armend Qenaj auf dem linken Flügel von Marco Manduzio und Bastian Frölich nicht richtig angegriffen worden war, sodass er flanken konnte, drückte der Toptorjäger der TuS den Ball am langen Pfosten über die Linie. Direkt nach dem Anspiel pfiff Schiedsrichter Tom Bauer die Begegnung ab.
Großaspachs Trainer Evangelos Sbonias stellte im Vergleich zum Hinspiel taktisch von einem 5-3-2 oder 3-5-2 auf ein 4-4-3 um. Damit hatten die Aspacher einen besseren Zugriff auf die Partie. Doch nach vorne lief nicht viel. Zu unkonzentriert und ungenau waren die Gastgeber rund um den gegnerischen Strafraum, sodass die Koblenzer in der ersten Halbzeit die besseren Chancen hatten. Doch Umut Sentürk jagte den Ball nach Rückpass von Dylan Akpess Esmel aus rund elf Metern über das Lattendreieck (11.). Edin Hadzic zielte nach einem Ballgewinn tief in der Großaspacher Hälfte knapp daneben (22.). Und nach einem Ballverlust von Hakan Kutlu und einem Schuss von Sentürk war SG-Torwart Maximilian Reule zur Stelle (31.).
Stahl vereitelt beste SG-Chance
Die beste Gelegenheit der Aspacher vereitelte TuS-Spielertrainer Michael Stahl, der sich in einen Schuss von Anthony Mbem-Som Nyamsi warf. Kutlu hatte auf dem rechten Flügel Jan Elias Rahn geschickt, der auf den SG-Stürmer auflegte (44.).
Richtig Fahrt nahm das Spiel nach der Pause auf. Erst traf Dominik Salz per Fallrückzieher nach einer Ecke von Niklas Mohr (49.). Doch die Freude über die SG-Führung hielt nicht lange. Nur elf Minuten später drückte André Mandt den Ball im zweiten Versuch per Kopf nach einer Flanke zum Ausgleich über die Linie (60.), nachdem sein erster Kopfball direkt auf Reule gezielt hatte.
Celiktas verwandelt Strafstoß
Zumindest nach der Verlängerung sah es aus, nachdem SG-Kapitän Volkan Celiktas einen Foulelfmeter verwandelt hatte (65.). Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr war Mbem-Som Nyamsi von Mohamed Redjeb von hinten umgestoßen worden.
In der Schlussphase hatten die Großaspacher Fans schon mehrmals den Torschrei auf den Lippen. Doch mit dem Ausgleich von Esmel in der Nachspielzeit herrschte in der Wir-machen-Druck-Arena Totenstille – abgesehen vom lautstarken Koblenzer Fanblock. Michael Nachreiner