SG BBM Bietigheim
: Zwischenspurt nach der Pause

Mit einem 7:2-Lauf zu Beginn von Hälfte zwei zieht die SG BBM im Zweitliga-Duell gegen Rostock entscheidend davon. Bietigheim siegt am Ende souverän mit 38:28 (15:14).
Von
Michael Nachreiner
Bietigheim
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SG-Kreisläufer Fabian Wiederstein (Mitte) räumt zwei Rostocker Spieler wie beim Bowling ab, dann erst kommt er frei zum Wurf.

/Oliver Bürkle

Lange haben sich die Handballer der SG BBM Bietigheim am Freitagabend gegen den HC Empor Rostock schwergetan. Doch letztlich erledigte die Mannschaft von Trainer Iker Romero die Pflichtaufgabe gegen den Vorletzten der Zweiten Bundesliga souverän mit 38:28 (15:14). Ausschlaggebend für den am Ende deutlichen Sieg war ein Zwischenspurt der SG BBM direkt nach dem Seitenwechsel. „Die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit haben wehgetan. Die Bietigheimer kamen mit noch mehr Selbstvertrauen und Tempo aus der Kabine als in der ersten Hälfte.“

Die Gastgeber mussten auf die Rückraumspieler Tom Wolf (Zerrung) und Paco Barthe (Muskelfaserriss) sowie die Außen Max Öhler (krank), Tim Kaulitz (Zerrung) und Vincent Brenner (Knieverletzung) verzichten. Dafür rückten erneut Kreisläufer Valentin Clarius von Erstligist Rhein-Neckar Löwen und Linksaußen Paul Krügele aus der eigenen A-Jugend in den Kader.

SG findet schwer in Rhythmus

Die Ausfälle wogen aber schwer. „Jedes Mitglied der Mannschaft, das nicht dabei ist, tut uns weh. Aber ich glaube, dass wir als geschlossene Einheit auch gut mit denen zurechtkommen, die da sind“, berichtet Linksaußen Alexander Pfeifer, der einer der erfolgreichsten Werfer der SG war.

Die Bietigheimer fanden in Hälfte eins nie wirklich in einen Spielfluss. Zwar waren die Gastgeber nach dem 1:1 in der ersten Hälfte immer in Führung. Doch entscheidend absetzen konnten sie sich nicht. Zu schwer taten sie sich im Angriff gegen die Rostocker Defensive, die die SG immer wieder vor neue Aufgaben stellte.

Direkt nach dem Seitenwechsel mussten die Bietigheimer sogar den 15:15-Ausgleich hinnehmen. Doch dann sorgten sie mit einem 7:1-Lauf für die Vorentscheidung. „Wir waren nach der Pause konsequenter. Wir haben zwar von Anfang an probiert, Gas zu geben und ins Tempo zu gehen. Aber erst nach dem Seitenwechsel hat man gesehen, dass wir durch unser Tempo unser Spiel durchziehen konnten“, berichtet Pfeifer.

Bei Rostock läuft nicht mehr viel

Bei den Rostockern lief in den zweiten 30 Minuten aber auch nicht mehr viel zusammen. Zum einen waren sie schon ohne ihren besten Werfer, Janos Steidtmann, an die Enz angereist. Zum anderen knickte ihr Regisseur Sveinn Sveinnsson nach knapp 26 Minuten beim Versuch, einen Tempogegenstoß der Bietigheimer zu unterbinden, um. „Wir haben aber auch nicht aufgehört, Gas zu geben. Das war vor allem der Grund, dass wir höher gewinnen“, erklärt Pfeifer.

Ein entscheidender Faktor war auch Torwart Konstantin Poltrum, der neun Würfe der Rostocker parierte – darunter einen Siebenmeter und einen Eins-gegen-eins-Konter. „So einzelne Paraden beispielsweise am Siebenmeterpunkt sind entscheidend, weil sie die ganze Mannschaft puschen“, lobt Pfeifer.