SG BBM Bietigheim: „Wir haben einen super Plan“

SG-Trainer Jakob Vestergaard und sein Assistent Frederick Griesbach haben die Sport-Union Neckarsulm genaustens analysiert und zwei Schwachpunkte ausgemacht.
/Marco WolfDie Länderspielpause mit den EM-Qualifikationsspielen in der vergangenen Woche bildete die erste Zäsur in dieser Saison. Zehn Spiele in 35 Tagen lagen davor hinter den Handballerinnen der SG BBM Bietigheim – im Supercup, in der Bundesliga, im DHB-Pokal und in der Champions League. „Mit dem ersten Abschnitt bin ich sehr zufrieden“, zieht SG-Trainer Jakob Vestergaard Bilanz. Alle zehn Partien gewannen die Ellentälerinnen. Am Sonntag kehrten die Nationalspielerinnen wieder nach Bietigheim-Bissingen zurück.
Am Montag stand schon wieder die erste Trainingseinheit an Enz und Metter auf dem Programm. „Wir waren aber nur zu neunt und haben deshalb mehr individuell als sonst gearbeitet“, berichtet Vestergaard. Kaba Gassama (Spanien), Melinda Szikora (Ungarn) und Veronika Malá (Tschechien), die noch am späten Sonntagnachmittag mit ihren Nationalmannschaften im Einsatz waren, pausierten – ebenso wie Inger Smits, die mit Knieproblemen vom Oranje-Team zurückkam. Am Dienstag waren dann aber wieder bis auf die Niederländerin alle auf der Platte. „Wir hatten ein richtig gutes Training zusammen und sind bereit“, sagt Vestergaard zuversichtlich.
Neun Spiele in 31 Tagen
Denn bis zur Weltmeisterschaft in Dänemark, Norwegen und Schweden vom 29. November bis zum 17. Dezember steht der zweite Block an. Vier Englische Wochen mit neun Begegnungen in 31 Tagen kommen auf die Bietigheimerinnen zu. Den Auftakt zu diesem Saisonabschnitt bildet das Heimspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm an diesem Mittwoch (19 Uhr) in der Halle am Viadukt.
Es ist bereits das zweite Aufeinandertreffen mit der SUN in dieser Spielzeit. Vor drei Wochen standen sich beide Mannschaften in der zweiten Runde des DHB-Pokals in Neckarsulm gegenüber. „Damals hatten wir 40 Minuten lang Probleme“, erinnert sich Vestergaard. Die Gastgeberinnen waren bis zum 15:18 in Schlagdistanz, nachdem sie nach rund zehn Minuten mit 6:3 geführt hatten. „Die Neckarsulmerinnen hatten einen schwierigen Saisonbeginn. Doch sowohl gegen Bensheim/Auerbach als auch gegen uns haben sie gut gespielt. Ihre Formkurve zeigt nach oben“, weiß der SG-Trainer.
Blick über nächste Aufgabe hinaus
Nach Videostudium (Vestergaard: „Wir haben gute und schlechte Szenen von Neckarsulm, aber auch von uns zusammengeschnitten und analysiert.“) haben der Coach und sein Assistent Frederick Griesbach zwei Dinge herausgearbeitet, „auf denen unser Fokus liegt“, erklärt Vestergaard. „Wir haben einen super Plan.“
Der Blick geht aber schon über das nächste Spiel hinaus. In einer Woche muss die SG BBM zur HSG Bensheim/Auerbach, zu einem von drei Teams, das noch keine Niederlage hinnehmen musste. Vestergaard: „Umso wichtiger ist es, dass wir gegen Neckarsulm gewinnen.“
Dabei legt der SG-Coach allerdings auch ein Augenmerk auf die weiteren Partien mit dem Schlager gegen Györ in der Champions League kurz vor Beginn der WM. Belastungssteuerung ist das Schlagwort. „Wir werden viel durchwechseln“, erklärt Vestergaard. „Darüber hinaus werden wir aber auch schauen, wie wir Spielerinnen im Training schonen können.“ Michael Nachreiner