SG BBM Bietigheim
: Vestergaard-Team trifft auf weidwundes Neckarsulm

Vor dem Pokalduell wendet sich SUN-Trainer Zeitz in offenem Brief an Fans.
Von
bzh
Bietigheim
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Nach dem erfolgreichen Start in die Bundesliga und in die Champions League wartet auf Xenia Smits und die SG BBM Bietigheim zum DHB-Pokal-Auftakt ein Derby bei der SU Neckarsulm.

/Marco Wolf

Bei ihren Saisonzielen sind die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim auf einem guten Weg. Der Supercup wurde bereits verteidigt, in der Bundesliga marschiert der Meister nach drei Spieltagen vorneweg, und in der Champions League nähren drei Siege die Hoffnung auf den Einzug in die angestrebte Playoff-Runde. Fehlt noch ein guter Einstand in den DHB-Pokal, den das Viadukt-Team zum vierten Mal in Serie holen will.

In der ersten Pokalrunde war die SG als Titelverteidiger spielfrei und steigt daher erst an diesem Mittwoch im Achtelfinale in den Wettbewerb ein. Bundestrainer Markus Gaugisch, der die Spiele ausloste, bescherte Bietigheim mit dem Derby beim Bundesligarivalen Sport-Union Neckarsulm eine attraktive, lösbare Aufgabe. Das schwäbische Pokalderby wird um 19.30 Uhr in der Neckarsulmer Ballei angepfiffen.

Zwei Jahre lang versuchten die Unterländerinnen, mit prominenten Transfers das obere Bundesliga-Drittel anzugreifen. Die hohen Erwartungen wurden aber jeweils enttäuscht, namhafte Spielerinnen verließen die Motorenstadt wieder. Damit änderte sich auch die Ausrichtung der Sport-Union. Für den aus Waiblingen gekommenen neuen Trainer Thomas Zeitz zählt nur der Klassenerhalt. Der wird nicht einfach, wie die ersten drei Bundesligaspiele zeigten. Zwischen den Heimniederlagen gegen die TuS Metzingen (20:34) und zuletzt den Thüringer HC (17:39) verloren die Neckarsulmerinnen auch bei Bayer Leverkusen (25:30). Das einzige Erfolgserlebnis hatte das Team um die ehemalige SG-Torhüterin Valentyna Salamakha im Pokal. In der ersten Runde siegte die Sport-Union beim Zweitligisten Rödertal mit 29:27.

Nach den drei Niederlagen in der Liga wandte sich Zeitz auf der Homepage des Vereins an Fans, Helfer und Sponsoren. „Leider ist es mir nicht gelungen, dem Team die nötige Sicherheit zu geben und den Druck zu nehmen. Dies liegt einzig und allein in meiner Verantwortung“, stellte sich der Coach vor seine Mannschaft. „Ich sehe die Mädels Woche für Woche im Training, und Ihr könnt mir glauben: es steckt sehr viel mehr in dem Team als Ihr bisher in den beiden Heimspielen sehen durftet.“

Folgt diesen offenen Worten ein SUN-Befreiungsschlag? Bietigheim sollte den Gegner nicht an den bisherigen Ergebnissen messen. „Ich bin mir sicher, dass diese talentierte Mannschaft auch qualitativ wachsen kann“, schrieb Trainer Zeitz und forderte die Hilfe der Fans ein: „Die Mädels brauchen Euren Support. Ihr seid so wichtig.“

Den Problemen in Neckarsulm steht der Höhenflug der SG gegenüber. Der soll an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. „Klar, wir sind Favorit. Aber das zählt nichts. Neckarsulm hat eine physisch starke Mannschaft und mit Nina Engel im rechten Rückraum eine sehr interessante Spielerin“, mahnte Trainer Jakob Vestergaard seine Mannschaft vor dem Trip an den Zusammenfluss von Neckar und Sulm. bzh