SG BBM Bietigheim: Tim Kaulitz hofft noch auf den Aufstieg

Der Bietigheimer Linksaußen Tim Kaulitz (links) erklärt Torhüter Fredrik Genz im Gastspiel in Düsseldorf gegen den HC Motor Zaporizhzhia eine Abwehrsituation.
Eibner-Pressefoto/Thomas HaeslerIhrem Traumziel „Aufstieg in die Erste Bundesliga“ kamen die Bietigheimer Handballer am letzten Spieltag ein kleines Stückchen näher. Nur aus eigener Kraft kann das Viadukt-Team den dafür benötigten zweiten Platz aber nicht mehr erreichen. Es bedarf noch einiger Ausrutscher der besser platzierten Mannschaften und einer Siegesserie der SG in den verbleibenden neun Spielen. An diesem Freitag, 19.30 Uhr, empfangen die Ellentäler den HC Empor Rostock in der Halle am Viadukt.
In der bereinigten Tabelle, also ohne die Spiele der ukrainischen Gastmannschaft Zaporizhzhia, steht der Zweite TuS N-Lübbecke bei 41:15 Zählern, die SG (32:22) hat als Sechster sieben Miese mehr. Hört sich viel an, aber die Ostwestfalen haben ein schweres Restprogramm. Unter anderem drohen ihnen in Balingen, Dessau-Roßlau und Bietigheim Punktverluste.
Die SG riskiert einen Blick nach oben, Empor sitzt entgegen seines Vereinsnamens im Lift nach unten. Wenn der traditionsreiche Verein von der Ostsee, unter anderem siebenmal DDR-Meister und 1982 Europacupsieger, den Abstieg noch vermeiden will, müssen Siege her.
Geht es nach Tim Kaulitz, fährt Rostock mit leeren Händen nach Hause. „Bei uns fällt Paco Barthe zwar aus, und der Einsatz von Tom Wolf sowie Max Öhler ist offen, aber wir müssen gewinnen, denn wir wollen aufsteigen und solange das rechnerisch möglich ist, tun wir alles dafür“, bekräftigt der 21-jährige Allgäuer.
Nach seiner durch einen Kreuzbandriss verursachten Zwangspause stand der erfolgshungrige Linksaußen kurz vor Ostern in Düsseldorf gegen Zaporizhzhia erstmals auf dem Feld, absolvierte die kompletten 60 Minuten, spielte stark und erzielte bei acht Versuchen sechs Treffer zum 29:26-Sieg. Als es in der Schlussphase eng wurde, weil die Ukrainer auf 24:25 verkürzten, entschied der Sportmanagement-Student mit drei Buden in Folge die Partie zugunsten der SG.
Der mit einem Doppelspielrecht für Erstligist Göppingen ausgestattete Kaulitz kam für Frisch Auf in der Saison 2021/22 bereits zweimal in der Bundesliga zum Einsatz. „Weil Marcel Schiller ausfiel, durfte ich ran. Das war richtig cool“, blickt er zurück. Auch seine Zukunft sieht das große Talent, dessen Idol Uwe Gensheimer war, in der Beletage des Handballs. „Ich will wieder dort spielen, am liebsten natürlich mit Bietigheim“, erklärt der Konterspezialist.
Fürs Oberhaus gerüstet
Seinen Verein sieht er fürs Oberhaus gerüstet: „Die SG ist mega cool, die Strukturen sind super professionell, Trainer, Betreuer und der physiotherapeutische Bereich sind auf dem höchsten Niveau.“ Bleibt noch die Frage, ob er auch in der nächsten Saison das Bietigheimer Trikot trägt. Der Vertrag läuft im Sommer aus. „Wie es weitergeht, kann ich im Moment noch nicht sagen, es gibt in mehrere Richtungen Gespräche.“ bzh