SG BBM Bietigheim
: Atmosphäre in Erzgebirgshalle als größte Herausforderung

Die SG BBM Bietigheim hat in der ersten Runde die längste Anreise erwischt. Die Mannschaft von Trainer Iker Romero muss beim Zweitliga-Rückkehrer EHV Aue antreten.
Von
bz
Bietigheim
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Juan de la Peña (links) und die SG BBM Bietigheim bestreiten beim EHV Aue an diesem Samstag ihr erstes Pflichtspiel der Saison 2023/24, in der ersten Runde des DHB-Pokals.

Marco Wolf/Marco Wolf

So richtig froh über die Auslosung der ersten Runde des DHB-Pokals ist Iker Romero nicht. Zwar wurde dem Trainer der Handballer der SG BBM Bietigheim mit seinem Team mit Zweitliga-Aufsteiger EHV Aue ein durchaus machbarer Gegner zugelost. Auch die Erinnerungen an Gastspiele in der Erzgebirgshalle in Lößnitz sind sehr positiv: Nur einmal nach den vergangenen sechs Auftritten musste Bietigheim mit leeren Händen die Rückreise antreten. 

Die SG BBM hat allerdings den Gegner mit der längsten Anreise im Lostopf erwischt. Auch ein Duell mit Lokalrivale HC Oppenweiler/Backnang wäre möglich gewesen. Zudem bestand eine 50-prozentige Chance, eines der Freilose in Runde eins zu ergattern. Doch das alles quittiert Romero mit einem Schulterzucken. Das seien Dinge, die man ohnehin nicht beeinflussen kann, erklärt der spanische Trainer.

Und die Bietigheimer sind vor dem Erstrundenduell an diesem Samstag (18 Uhr/Dyn) vor dem Erzgebirgischen Handballverein Aue gewarnt. Zum einen müssen sie mit der Atmosphäre in der Erzgebirgshalle klarkommen. Zum anderen surfen die Sachsen derzeit auf einer Euphoriewelle. Nach nur einem Jahr in der Dritten Liga ist Aue zurück im Unterhaus. Der Mannschaft von EHV-Coach Stephan Just gelang dabei ein Durchmarsch. In der regulären Runde in der Ost-Staffel der Dritten Liga und in der Aufstiegsrelegation blieben die Erzgebirgs-Handballer ohne eine einzige Niederlage, lediglich viermal teilte man sich die Punkte.

Doch im Sommer gab es einen Umbruch: Bekannte Spieler wie Kevin Roch, Bengt Bornhorn und Nico Schneider treten kürzer oder haben ihre Karriere beendet. Mit Rechtsaußen Maximilian Lux wechselte der erfolgreichste Torschütze zu Liga-Konkurrent HSG Nordhorn-Lingen. Die Abgänge will der EHV ohne einen externen Neuzugang kompensieren, setzt mit Linksaußen Ivo Petkov und Kreisläufer Thorben Lange auf zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Große Verantwortung wird im linken Rückraum Elias Gansau tragen müssen. Der 23-Jährige traf in der regulären Runde 133 Mal und steuerte in den acht Relegationsspielen 46 Tore bei.

Bei der SG BBM sind bis zum Anpfiff auch noch zwei personelle Fragen klären. Auf einen Einsatz von Nikola Vlahovic werden die Schwaben eher verzichten. Den Rückraumlinken zwickte unter der Woche eine Adduktorenreizung, die er sich im Halbfinalspiel des Einladungsturniers im spanischen Benidorm zugezogen hatte. „Das erste Ligaspiel in einer Woche ist wichtiger“, erklärte das 24-jährige Eigengewächs der SG BBM beim Training von der Zuschauertribüne aus. Auch Fredrik Genz wird wahrscheinlich noch weiter geschont werden. Der Torhüter hatte mit Rückenbeschwerden in der Vorbereitung zu kämpfen und steigert jetzt erst die Wettkampfbelastung. Für Genz könnte wieder Trainingsgast Jonas Maier einspringen, der neben SG-Neuzugang Filip Baranasic in Benidorm mit dabei. Eine Alternative wäre auch Jan Kanters. bz

DHB-Pokal wurde erneut reformiert

Der Modus des DHB-Pokals wurde erneut kräftig durcheinandergewirbelt. Im ersten und zweiten Durchgang sind zwölf Zweit- und zwölf Drittligisten in den Lostöpfen – aufgeteilt in eine Nord- und Südgruppe. Erst in der dritten Runde steigen die Erstligateams und die beiden Qualifikanten aus dem Amateurpokal ins Geschehen ein. Die Rhein-Neckar Löwen Mannheim, der SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt sind als Finalisten des letztjährigen Final Four sogar bereits fürs Achtelfinale, also Runde vier, gesetzt.