NPGSachsenheim
: Yvonne Podzimek tritt gegen Albrich an

Die Kleinsachsenheimerin möchte für das Amt des Bürgermeisters kandidieren.
Von
Michaela Glemser
Sachsenheim
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Martin Kalb
  • Yvonne Podzimek will als Bürgermeisterin in Sachsenheim kandidieren.
  • Die 42-Jährige aus Kleinsachsenheim war 2019 bis 2024 im Gemeinderat für die CDU.
  • Kfz-Meisterin und Unternehmerin: Werkstatt übernommen, 2021 Agentur SevenYvents gegründet.
  • Sie setzt auf Zusammenhalt der Stadtteile, Bürger-App und Belebung der Innenstadt.
  • Schwerpunkte: angespannte Finanzen, Kirbachschule, neuer Feuerwehrstandort im Kirbachtal.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Auch wenn die Stelle der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters der Stadt erst offiziell am Freitag, 4. Dezember, im Staatsanzeiger ausgeschrieben wird und einen Tag später die eigentliche Einreichungsfrist für Bewerbungen beginnt und bis 26. Januar andauert, hat neben Amtsinhaber Holger Albrich eine weitere Bewerberin ihre Kandidatur vorzeitig bekannt gegeben. Die 42-jährige Yvonne Podzimek aus Kleinsachsenheim will die erste Frau auf dem Chefsessel des Rathauses werden. Als Kfz-Meisterin kennt sie sich mit Berufen aus, die meist von Männern dominiert werden und in denen Frauen oftmals besondere Durchsetzungskraft brauchen. „Ich habe mir meine Kandidatur reiflich überlegt und der Entschluss ist in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Freunden und Familie immer mehr gewachsen“, betont Podzimek, die von 2019 bis 2024 für die CDU-Fraktion im Gemeinderat saß.

Zwischen Kfz-Werkstatt und Agentur

Vor acht Jahren hat sie die Kfz-Werkstatt ihres Vaters übernommen und hat zudem 2021 mit Dennis Göttfert die Veranstaltungsagentur SevenYvents gegründet, die unter anderem den Kleinsachsenheimer Weihnachtsmarkt mitorganisiert und gemeinsam mit den Ortschaftsräten entwickelt hat. „Das Wir-Gefühl und das Miteinander aller Stadtteile sind in den letzten Jahren etwas verloren gegangen. Das möchte ich als Bürgermeisterin gemeinsam mit den Bürgern, Vereinen und Organisationen wieder stärken“, betont sie, die Mitglied im TSV Kleinsachsenheim und im Musikverein Ochsenbach ist. Der großen Herausforderungen ist sie sich dabei durchaus bewusst, wobei ihr vor allem die angespannte Finanzlage der Stadt, die kostenintensiven Großprojekte der Sanierung und des Ausbaus der Kirbachschule sowie der Neubau des gemeinsamen Feuerwehrstandorts im Kirbachtal Sorgen bereiten. „Ich bin bereit, mich diesen künftigen Entwicklungen zu stellen, auch wenn es schwierig wird, denn ich bin es auch in meinem Beruf und als Unternehmerin gewohnt, gegen Schwierigkeiten anzukämpfen und keine einfachen Wege zu gehen.“ Dafür will sie auch viel dazulernen und besucht in Stuttgart ein Seminar für angehende Bürgermeister, um sich vor allem mit den vielfältigen Verwaltungsaufgaben vertraut zu machen. Als Vorteil sieht sie es an, dass sie aus eigener Erfahrung die Belange der klein- und mittelständischen Betriebe in Sachsenheim kennt. Diese will Podzimek unterstützen und ihnen Erweiterungsmöglichkeiten bieten, aber zugleich auch die großen Unternehmen, beispielsweise im Gewerbepark „Eichwald“, am Ort halten und das Zweckverbandsgebiet sinnvoll und verträglich weiterentwickeln. Für die Belebung der Innenstadt Großsachsenheims will Podzimek endlich Lösungswege finden und alle Gewerbetreibenden an einen Tisch holen. „Ich sehe mich als Bürgermeisterin auch als Brückenbauerin zwischen der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft, für die ich immer ein offenes Ohr haben will. Die Bürger sollen noch mehr die Chance erhalten, die Geschicke der Stadt mitbestimmen zu können, und zwar alle Bürger in Sachsenheim, auch im Kirbachtal, wo ich selbst ebenfalls tief verwurzelt bin“, unterstreicht Podzimek, die auch eine Bürger-App initiieren will. Um die Wünsche der Bürger aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven zu erfahren, hat die Kleinsachsenheimerin Aufrufe in den sozialen Medien gestartet, auf die, nach Auskunft von Podzimek, zahlreiche Bürger reagiert haben.

Parteilos und unabhängig

Auch mit Gemeinderäten und Ortsvorstehern hat Podzimek bereits Kontakt aufgenommen. Sie möchte als Bürgermeisterin parteilos bleiben und unabhängig von Parteizwängen für die Bürgerschaft da sein. Mit ihrer eigentlichen Wahlkampfkampagne will die ledige Frau mit großem Rückhalt im Freundes- und Familienkreis erst im Dezember beginnen. „Dabei will ich auch das Positive in der Stadt in den Fokus rücken, denn als Schul- und Betreuungsstandort sowie bei der fortschreitenden Digitalisierung kann sich Sachsenheim sehen lassen“, erläutert Podzimek.   Michaela Glemser