Sachsenheim
: Viele Pläne für den Kelterplatz

Hohenhaslacher Ortschaftsräte wollen für mehr Aufenthaltsqualität sorgen und einen touristischen Anziehungspunkt gestalten.
Von
Michaela Glemser
Sachsenheim
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Der Kelterplatz in Hohenhaslach soll nach Auffassung der Ortschaftsräte attraktiver werden.

/ Martin Kalb

Der Kelterplatz in Hohenhaslach soll touristisch attraktiver werden. Dafür soll unter anderem eine Radservice-Station errichtet werden. Diese festinstallierte Einrichtung bietet die Möglichkeit, Pannen am Fahrrad wie einen platten Reifen oder Probleme mit der Fahrradkette kurzfristig zu beheben.

Die Gesamtkosten für eine solche Radservice-Station, für welche der Tourismusbeauftragte der Stadt Sachsenheim, Arved Oestringer, schon Angebote eingeholt hat, liegen bei rund 1407 Euro. Davon könnten 650 Euro als Zuschuss von der Initiative „Radkultur“ des Landes Baden-Württemberg generiert werden. Die Restfinanzierung soll aus dem Stadtteilbudget Hohenhaslach erfolgen.

Allerdings möchte auch der Gastronom, der an der Kelter eine „Weinlaube“ an Wochenenden und Feiertagen betreibt, eine Station für Radfahrer errichten. Eventuell soll dabei auch eine Ladestation für E-Bikes und eine Möglichkeit zum Auffüllen von Trinkwasser geschaffen werden.

Ortschaftsrat Jonas Hauber machte deutlich, dass, wenn der Gastronom diese umfassende Station installieren wolle, die Ortschaftsräte auf ihre Initiative verzichten werden, um das Geld anderweitig in ihrem Stadtteil einzusetzen. Auch der genaue Standort der Radservice-Station soll noch gemeinsam mit den Vertretern der Sachsenheimer Stadtverwaltung festgelegt werden. Ortschaftsrat Lars Weydt regte an, ebenfalls zu überprüfen, ob ein Automat mit unterschiedlichen Fahrradschläuchen ergänzt werden könne.

Weinausschank soll komfortabler werden

Der Weinausschank mit kulinarischen Spezialitäten an der Nordseite der Kelter soll künftig ebenso komfortabler und vor allem witterungsbeständiger gestaltet werden. Dafür soll auch ein Fußweg vom Parkplatz an der Kirbachschule in Serpentinen hinauf zur Kelter ausgebaut werden. „Die Grundstücksverhandlungen für den Fußweg verlaufen gut. Wir sind für die Herstellung des Fußwegs im Austausch mit einem ortsansässigen Erdbauunternehmen. Bis zum kommenden Frühjahr wird der Weg schon sichtbar sein“, erläuterte Simon Michel, der Fachbereichsleiter für Infrastruktur und Umwelt bei der Stadtverwaltung Sachsenheim.

„Wir haben großes Interesse daran, dass der Kelterplatz genutzt und belebt wird. Wir sind froh, dass wir dieses Vorhaben, an dem schon so lange gearbeitet wird, jetzt auch tatsächlich umsetzen können“, machte Sachsenheims Bürgermeister Holger Albrich deutlich.

Noch kein Förderbescheid für Neugestaltung des Spielplatzes

Ein langer Atem ist bei der Neugestaltung des Spielplatzes an der Kelter gefragt, denn für diese Maßnahmen waren Fördergelder vom Naturpark Stromberg-Heuchelberg beantragt worden. Allerdings liegt bisher noch kein Förderbescheid vor.

„Der Spielplatz sollte eigentlich schon im Oktober bespielt werden“, machte der Hohenhaslacher Ortsvorsteher Hans-Günther Neumann deutlich. Das Spielplatzgelände soll der erste naturnahe Naturpark-Spielplatz in der Stadt Sachsenheim werden.

Es wird zwei Teilbereiche für Kinder unter und über drei Jahren geben. Unter anderen sollen eine Vogelnest- und Kleinkindschaukel, eine Spielkombination mit Kleinkindrutsche sowie ein Spielturm mit Rutsche aus langlebigem Robinienholz errichtet werden.

Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 65.379 Euro, wobei eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der Kosten möglich erscheint. Nicht förderfähig ist die Möblierung des Spielplatzes sowie die Erneuerung des Zauns durch eine Doppelstabmatten-Variante. Dafür wollen die Ortschaftsräte aus ihrem Stadtteilbudget beitragen, in dem aktuell noch rund 13.700 Euro enthalten sind.

Für den ebenfalls neugestalteten Spielplatz in der „Unteren Au“ sollen mit Mitteln des Stadtteilbudgets Spielboxen mit Sandspielgeräten angeschafft werden.