Sachsenheim
: Klassik, Kabarett und Klezmerklänge

Das Kulturprogramm bietet vor allem Musikdarbietungen, teilweise auch verbunden mit humoresken Wortbeiträgen – eine Übersicht über das Angebot für das zweite Halbjahr.
Von
Markus Wirth
Sachsenheim
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Publikumslieblinge: Die Ensemblemitglieder der „Sueddeutschen Kammersinfonie“ gastieren erneut beim Classic Open-Air im Schlosshof in Sachsenheim.

Helmut Pangerl

Kultur auf die unterschiedlichste Art und Weise gibt es in Sachsenheim, und auch für das zweite Halbjahr haben  Kulturreferent Alexander Sterzel und sein Team eine bunte Mischung an Veranstaltungen zusammengestellt, die nun veröffentlicht wurde. Ob Klassikkonzert, Kabarett oder Klezmer – für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein.

Beliebtes Classic Open-Air

Den Auftakt macht das Sommerkonzert Classic Open-Air am Sonntag, 5. Juli, um 18 Uhr im Wasserschloss, wenn die „Sueddeutsche Kammersinfonie“ aus Bietigheim gastiert. Seit vielen Jahren ist diese bereits unter der Leitung von Peter Wallinger zu Gast in Sachsenheim. Auch im 41. Jahr ihres Bestehens wird das klangdifferenzierte Spiel und die markanteigenwilligen Interpretationen der Kammersinfonie von Publikum sowie von namhaften, internationalen Solisten hoch geschätzt, so die Stadt. Bei schlechter Witterung findet das Konzert im Kulturhaus in der Oberriexinger Straße statt.

„Die Hessen kommen“ war im Jahr 1984 ein großer Hit der Rodgau Monotones aus dem gleichnamigen Städtchen östlich von Frankfurt und ist auch der Titel des Jazz- und Wein-Open-Airs am Samstag, 4. Juli, ab 19.30 Uhr im Weingut Keller in Hohenhaslach. Die Formation „Nawlinz Lagniappe“ aus Frankfurt, unterstützt durch den Sachsenheimer Musiker Matthias Leucht, wird New-Orleans-Jazz in Reinform darbieten. Die Band aus Frankfurt um den Drummer Peter Hermann und den Musikern Harald Möbus (Trompete), Achim Hammacher (Saxofon und Dominik Dötsch (Piano) präsentierte sich schon erfolgreich auf vielen Jazzfestivals in Deutschland und im europäischen Ausland. Dazu gibt es Weine vom Weingut Keller und Kulinarisches.

Am Samstag, Donnerstag, 10. Oktober, 20 Uhr, findet im Kulturhaus eine Begegnung mit den „Grabowskis“ – einem Musikkabarett – statt. Die Grabowskis haben laut eigenen Angaben bereits auf der ganzen Welt alles unter die Erde gebracht, was offensichtlich nicht mehr lebte. Sie seien aber nicht nur leidenschaftliche Totengräber, sondern auch Sänger und Geschichtenerzähler. Und immer ist auch irgendwo etwas mit Pietät dabei, heißt es in der Ankündigung und weiter: Jens Heckermann beeindrucke mit seiner präsenten Stimme, James Geier mit seinem musikalischen Können und Thomas Weber mit seinem scharfen Wortwitz.

„Lieblingssongs“ inklusive

Am Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, geht es im Weingut Keller in Hohenhaslach weiter mit dem Koschitzki-Pereira Duo, welches seine „Lieblingssongs“ präsentieren wird. Nach mittlerweile vier gemeinsamen Studioalben sind Stefan Koschitzki und Fabiano Pereira ein eingespieltes Team. So können die beiden aus dem Vollen schöpfen, wenn sie ein Duoprogramm aus Eigenkompositionen sowie ihren Lieblingssongs von Swing über Latin bis hin zu Blues und Pop eigens für das Kirbachtaler Publikum zusammenstellen.

Zum zehnten Todestag des kanadischen Sängers, Musikers und Schriftstellers Leonard Cohen spielt das Duo „The Leonard Cohen Project“ in einer eigenen, ganz auf Gitarrenmusik und Gesang reduzierten Version. Dabei verzichten die Musiker bewusst auf jegliche Showelemente, lassen stattdessen die Musik für sich sprechen und erzählen lieber einiges über die Songs und über Cohen selbst. Los geht es im Großen Saal des Kulturhauses um 20 Uhr.

Klezmer ist die traditionelle jüdische Musik, wie sie in den osteuropäischen „Schtetln“ gespielt wurde. An diese Jahrhunderte alte Tradition knüpfen „Pankraz“ am Samstag, 14. November, um 19.30 Uhr in „Schmid’s Domino“, Max-Eyth-Straße 2, an. Henrike Jähme (Akkordeon, Gesang), Thomas Fimpel (Gitarre, Mandoline, Gesang), Ekkehard Floss (Geige, Mandoline) sowie Thomas Scherzer (Kontrabass, Gesang) lassen eine beinahe vergessene Kultur wiederaufleben und bieten ihre Lieder in deutscher und jiddischer Sprache dar.

Lisa Fitz präsentiert Aktuelles

Und schließlich gibt es noch Musikkabarett mit der „Grande Dame“ des bayerischen Kabaretts – Lisa Fitz. Mit ihrem aktuellen Programm „Heimleuchten“ gastiert sie am Samstag, 21. November, 20 Uhr, in der Mensa des Schulzentrums. Der Titel ist Programm: „Heimleuchten“, das bedeutet, die Lampen anzuschalten – in Politik, Medien, Digital-Alltag und Selbstbild. Fitz nimmt gängige Deutungen unter die Lupe, kontert Sprechblasen mit Verstand und Humor und schafft eine Atmosphäre, in der unterschiedliche Meinungen aushaltbar werden, so die Ankündigung. Das Publikum bekomme keinen Zeigefinger, sondern einen unterhaltsamen Abend mit Haltung.