Sachsenheim: „Es geht voran, aber langsam“

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Südwest PresseEs tut sich etwas auf den beiden Flurstücken des Geschwisterpaars Adelheid und Ulrich Benz. Nachdem das Unternehmen Terranets BW, eine Tochter der EnBW, vor rund vier Jahren unter anderem im Gewann „Eichwald“ im Südwesten von Großsachsenheim die NET – die Neckarenztalleitung – trassiert hatte, war auf den Grundstücken nichts mehr wie zuvor (die BZ berichtete). Nicht nur, dass das ausgetauschte Erdmaterial laut Ulrich Benz bei weitem nicht jene Qualität aufwies wie der ursprüngliche, fruchtbare Keuperboden. Es war auch noch durch und durch mit Steinen durchsetzt, was den Grund praktisch wertlos machte.
Heu-Ernte war nicht möglich
Pächter Tim Lösch konnte daher, auch bedingt durch die Trassenlegung, schon sechs Jahre lang kein Heu mehr ernten, da einzig Amaranth und Unkraut noch Gefallen am steinigen Grund zu finden schienen.
Und nicht nur der Boden war durch den Bau der Gastransportleitung in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch der veränderte Trassenlauf hätte, so Ulrich Benz, Teile der benachbarten Streuobstwiese schlicht unbewirtschaftbar gemacht.
Doch nun ist seit wenigen Wochen Bewegung in die Angelegenheit gekommen, denn Terranets BW hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres Bereitschaft signalisiert, den Boden austauschen zu lassen und den Grund einzuebnen. „Es hat sich mittlerweile schon etwas getan“, sagt Ulrich Benz, aber zufrieden ist er dennoch nicht. „Die Kommunikation mit dem Unternehmen gestaltet sich zuweilen recht mühsam“, sagt er. Mails würden nur schleppend und mit zeitlicher Verzögerung beantwortet, „es geht voran, aber langsam, das war zum Teil Hinhaltetaktik, so kam es mir jedenfalls vor“, sagt er.
Immerhin habe die mit der Durchführung der Arbeiten betraute Firma Schmid aus Oberriexingen bereits den Aufwuchs auf den beiden Stücken gemulcht, das Material mit einem so genannten Grubber eingearbeitet und eingemischt.
Warten auf weitere Maßnahmen
Allerdings, so Ulrich Benz, habe Terranets BW die für Mai anberaumten weiteren Arbeiten, das Auffüllen der Unebenheiten und Senken sowie die Angleichung des Höhenversatzes, bis dato nicht durchgeführt.
So konnten auch die weiteren angekündigten Maßnahmen wie ein erneuter Bearbeitungsgang mit der Egge, um gröbere Erdklumpen zu zerkleinern, geringfügige Unebenheiten auszugleichen und optimale Saatbeetbedingungen zu schaffen, noch nicht in die Wege geleitet werden: „Wir warten hier immer noch auf eine Antwort.“
Hierzu äußert sich Pressereferentin Nadine Leiker von Terranets-BW wie folgt: „Auf den betroffenen Flächen wurde der Aufwuchs zerkleinert, in den Boden eingearbeitet und die Fläche mehrfach bearbeitet, um sie zu lockern und zu ebnen. Anschließend wurde die Fläche von einer bodenkundlichen Baubegleitung begutachtet und weitere Maßnahmen festgelegt. Details zu den betroffenen Flächen würde man grundsätzlich im direkten Austausch mit den Beteiligten klären. Die nächsten Arbeitsschritte würden so zügig wie möglich umgesetzt. Der Abschluss der Arbeiten ist für Sommer 2026 geplant.
„Alle Beteiligten wurden Anfang Mai über den aktuellen Stand informiert. Im Interesse einer hohen Qualität der Arbeiten ist eine sorgfältige Beauftragung der erforderlichen Dienstleister notwendig, die entsprechend Zeit in Anspruch nimmt.“ Sobald neue, zuverlässige Informationen vorliegen, würde man diese mit den Beteiligten teilen, so Leiker.