Sachsenheim
: Ein neuer Name zum Jubiläum

Seit 50 Jahren gibt es das Haus der Senioren, das künftig Treff im Schlosspark heißt. Am Donnerstagnachmittag wurde das gemeinsam gefeiert.
Von
Markus Wirth
Sachsenheim
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Das Haus der Senioren heißt jetz Treff im Schlosspark
von links: Altbürgermeister Andreas Stein, Gemeinderätin Jutta Glöckle, Bürgermeister Holger Albrich, Nicole Raichle(zuständig für Seniorenarbeit bei der Stadt) und Bürgermeisterstellvertreter Lothar Makkens.

Den neuen Namen feiern (von links): Altbürgermeister Andreas Stein, Gemeinderätin Jutta Glöckle, Bürgermeister Holger Albrich, Nicole Raichle (zuständig für Seniorenarbeit bei der Stadt) und Bürgermeisterstellvertreter Lothar Makkens.

Martin Kalb
  • Sachsenheim benennt das Haus der Senioren um – es heißt nun Treff im Schlosspark.
  • Begründung: Das Haus steht allen Altersgruppen offen und liegt mitten im Schlossgarten.
  • Projekt „Lebendiger Schlossgarten“ startet mit Angeboten für alle Generationen.
  • Geplant sind u. a. Yoga, Qi-Gong, Tai-Chi, Rollator-Spaziergänge und Picknicks.
  • Starttermin für die Reihe ist am 8. Mai, Auftakt mit dem „Fest für die Sinne“.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

50 Jahre sind an sich eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Zum Beispiel können sich Namen von öffentlichen Einrichtungen ändern – im Fall des Hauses der Senioren, das seit Donnerstag nun auch ganz offiziell Treff im Schlosspark heißt, zum klaren Vorteil. Denn schon lange ist das Gebäude, dessen architektonische DNA die Siebziger Jahre nicht zu verleugnen vermag, kein Treffpunkt mehr nur für ältere Mitbürger Sachsenheims. Und schon gar keine – wie es in den Anfangsjahren hieß – Alterstagesstätte.

Gedanken über die Nutzung

Ein Blick in die Annalen zeigt, dass sich der Technische Ausschuss im Oktober 1975 Gedanken über die künftige Nutzung des geplanten Gebäudes machte. So heißt es in den Protokollen: Etwas für die alten Menschen der Stadt zu tun, sei dringend notwendig. Man wolle hier auch Überlegungen anstellen, wer Träger dieser Altertagesstätte werden soll und in welcher Form sie zu betreiben sei. Die verschiedenen Räume, heißt es in der Niederschrift weiter, sind so variabel zu gestalten, dass sie auch für alle möglichen anderen Zwecke  nutzbar sein werden.“ Allerdings sah man eine (Mit)Nutzung als Jugendraum als eher problematisch an. Träger dieser Altenstagesstätte war in den ersten Jahren der neugegründete Awo-Ortsverein, der auch zu diesem Zweck am 6. Februar ins Vereinsregister aufgenommen worden war.

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„Wir wollen mit der jetzigen  Namensgebung signalisieren, dass das Haus mitten im Grünzug der Stadt Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters offensteht, man hier miteinander ins Gespräch kommen soll und im Idealfall auch neue Bekanntschaften, im optimalen Fall sogar Freundschaften entstehen“, sagt Bürgermeister Holger Albrich im Gespräch mit der BZ. Ein weiterer Blick in die Geschichte untermauert das, denn sieben Monate lang, vom 30. Juli 2020 bis zum 1. März 2021, war dort interimsmäßig wegen notwendiger Bauarbeiten der Kindergarten Regenbogen untergebracht.

Niederschwellige Freizeitangebote

„Der Treffpunkt liegt mitten im Schlossgarten und somit mitten im Leben“, so der Rathauschef, und da liege es nahe, diesen Standortvorteil nach wie vor zu nutzen und vor allem weiter auszubauen. Dem stimmte auch Nicole Raichle zu. Sie ist für die Seniorenarbeit der Stadtverwaltung verantwortlich und sieht die Namensänderung auch als Initialzündung zum ehrgeizigen Projekt „Lebendiger Schlossgarten“.

Ziel ist es, für die Bürger jeden Alters ein Programm zusammenzustellen, das die Generationen zusammenführen soll. „Vor allem ist aber auch daran gedacht, älteren und einsamen Menschen in unserer Stadt ein niederschwelliges Freizeitangebot mit wechselnden Veranstaltungen zu geben“, so Raichle weiter. Sie weiß nur zu gut, dass es viele alleinstehende Senioren gibt, die nur noch zu Hause sind. Weil der Partner gestorben ist, sie entweder keine Bekannten mehr haben oder aber weil sie sich nicht mehr trauen, auf bislang fremde Menschen zuzugehen oder mit anderen etwas zu unternehmen. „Und um diese Hemmungen zu durchbrechen, dafür sind der Treff im Schlosspark und auch die Veranstaltungsreihe ,Lebendiger Schlosspark‘ gedacht.“

Pläne für das Frühjahr

So seien, beginnend im kommenden Frühjahr,  Yogaübungen, Qi-Gong- und/oder Tai-Chi-Kurse, Rollator-Spaziergänge, gemeinsame Picknicks  oder Workshops wie die Einführungen in die Aromatherapie angedacht, auch Kräuterspaziergänge seien im Bereich des Möglichen und Machbaren. „Wir freuen uns, wenn viele Menschen aus der Stadt mitmachen und sich mit ihren Ideen an der Aktion beteiligen. Es handelt sich um einmalige Angebote zu festen Zeiten, um möglichst viele ehrenamtlich Tätige anzusprechen“, sagt Raichle. Mit ins Boot holen möchte man Vereine, Organisationen und Gruppierungen, „und natürlich auch Privatpersonen“.

Fest steht auch schon der Termin, an welchem der Startschuss zum „Lebendigen Schlosspark“ fallen soll. Raichle: „Das wird am 8. Mai kommenden Jahres sein, dann wollen wir mit dem ,Fest für die Sinne‘ die ganze Sache beginnen.“ Am Donnerstag wurde nun erst einmal das 50-Jährige des Gebäudes gefeiert, das einmal als Altentagesstätte begann, als Haus der Senioren firmiert, nun Treff am Schlosspark heißt und schon immer eines war – ein beliebter Anlaufpunkt im Herzen der Stadt.