NPGSachsenheim
: Berufe in Uniform sind begehrt

Rund 48 Aussteller der Berufsorientierungsmesse „Zukunftszeit“ stellen zahlreiche Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten vor.
Von
Michaela Glemser
Sachsenheim
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Bei der Ausbildungsmesse "Bildungszeit" präsentierten sich zahlreiche Unternehmen und Organisationen, so zum Beispiel auch die Sanitäter der Bundeswehr.

Bei der Ausbildungsmesse "Zukunftszeit" präsentierten sich zahlreiche Unternehmen und Organisationen, so zum Beispiel auch die Sanitäter der Bundeswehr.

Martin Kalb
  • Berufsmesse „Zukunftszeit“ in Sachsenheim mit rund 48 Ausstellern zog viele Jugendliche an.
  • Hoher Andrang bei Polizei, Bundeswehr und Zoll – Berufe in Uniform sind stark gefragt.
  • Bundeswehr bot über 60 Ausbildungswege an, auch zivil; viele interessieren sich für Grundwehrdienst.
  • Pflege, Physio- und Ergotherapie wecken Interesse, Praktika gelten als Einstieg in den Alltag.
  • Agentur für Arbeit meldet Nachfrage nach IT und KI, Handwerk gewinnt wieder an Attraktivität.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Sara Miller war eine sehr gefragte Ansprechpartnerin, denn am Stand der Bundeswehr bei der Berufsorientierungsmesse „Zukunftszeit“ im Schulzentrum Großsachsenheim hatten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler versammelt. „Bei der Bundeswehr gibt es über 60 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vom technischen bis zum medizinischen Bereich. Ich kann als Soldat mit deutscher Staatsangehörigkeit, aber auch als Arbeitnehmer zur Bundeswehr“, erläuterte Miller, die Beamtin ist und auch eine Wehr-Grundausbildung absolviert hat.

Ein steigendes Interesse an den Berufen in Uniform verzeichnete auch Lehrer Kai Schweizerhof von der Gemeinschaftsschule am Sonnenfeld, der die Berufsorientierungsmesse federführend organisiert hatte, bei seinen Schülerinnen und Schülern. „Wir haben in diesem Jahr rund 48 Aussteller dabei und uns bemüht, mit Vertretern der Polizei, der Bundeswehr und des Zolls ein möglichst großes Spektrum der Berufe in Uniform abzudecken“, berichtete Schweizerhof. Er führte das steigende Interesse der Jugendlichen vor allem auf die Sicherheit der beruflichen Zukunft als Beamtin oder Beamter zurück, die den jungen Menschen heute sehr wichtig sei.

Auch Mädchen wollen Grundwehrdienst absolvieren

„Viele, auch Mädchen, machen dafür gerne die Wehr-Grundausbildung. Bei allen anderen Berufen sind Praktika der beste Weg, um in den gewünschten Berufsalltag zu schnuppern“, betonte Schweizerhof. Weit weniger Gedränge herrschte am Stand der Evangelischen Heimstiftung, an dem Ausbildungskoordinatorin Sabrina Schneck und Auszubildende Jasmin Ben Amara vom „Haus am Schlösslesbrunnen“ in Sersheim für Informationen bereitstanden. „Ich kann eine Ausbildung in der Pflege nur empfehlen, denn ich bin gerne in Kontakt mit Menschen. Die Senioren geben mir so viel an Lächeln und Dankbarkeit zurück“, schwärmte die junge Auszubildende. Ihre Kollegin Schneck ergänzte, dass das Interesse an den Pflegeberufen bei Haupt- und Realschülern schon vorhanden sei, sie aber vielen zu einem Praktikum rate, um festzustellen, ob die Ausbildung tatsächlich passend sei.

Physio- und Ergotherapie sind gefragt

Emma Bubeck sowie Nele und Selma Amend von der Kirbachschule interessierten sich für Ausbildungen im Bereich der Physio- oder Ergotherapie. Die Mädchen waren mit dem Angebot der Messe sehr zufrieden. „Wir konnten heute erste Kontakte knüpfen und wollen uns jetzt um Praktikumsplätze bemühen“, unterstrichen die Schülerinnen. Fabian Wünderlich aus der achten Klasse der Gemeinschaftsschule am Sonnenfeld wiederum strebt eine Ausbildung bei der Deutschen Bahn an und erfragte die möglichen Ausbildungsrichtungen. „Mich interessiert vor allem die technische Seite und dafür konnte ich heute wertvolles Wissen sammeln“, erzählte der Schüler. Alle weiterführenden Schulen in Sachsenheim besuchten mit unterschiedlichen Klassen die Berufsorientierungsmesse, was Bürgermeister Holger Albrich als großen Erfolg bewertete. „Die Zukunftschancen der Jugendlichen sind derzeit ein aktuelles und viel diskutiertes Thema. Hier auf der Messe können die jungen Menschen ihre Zukunftschancen selbst in die Hand nehmen“, stellte Albrich klar, der vonseiten der Stadt diese Veranstaltung gerne unterstützte. Die Stadtverwaltung selbst hielt an einem Stand auch vielfältige Informationen bereit. „Viele Nachfragen erhalten wir heute zu den Ausbildungen als Erzieherin oder als Erzieher. Dafür gibt es 2027 auch noch Ausbildungsplätze zu besetzen. Viele nutzen dazu auch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) als Einstieg“, erklärte Vanessa Neu, Ausbildungsleiterin bei der Stadtverwaltung.

Groß war das Interesse an der Ausbildungsmesse. Die jungen Leute konnte hier wichtige Impulse für ihre Zukunft mitnehmen.

Groß war das Interesse an der Ausbildungsmesse. Die jungen Leute konnten hier wichtige Impulse für ihre Zukunft mitnehmen.

Martin Kalb

Petra Kölle, Berufs- und Studienberaterin bei der Agentur für Arbeit, verzeichnete ein großes Interesse an den IT- und KI-Branchen. „Aber auch die Handwerksberufe sind wieder im Kommen. Sogar Abiturienten erkundigen sich danach, vor allem in den Holzverarbeitungs- und Elektronikbereichen“, so Kölle. Sie stellten den jungen Besucherinnen und Besuchern auch den „Wegweiser Beruf“ im Landkreis Ludwigsburg vor, der im Internet vielfältige Unterstützung bei Ausbildung und Praktikum bietet.