Sachsenheim
: BdS-Ortsverband steigt aus Landesverband aus

Der BDS-Ortsverband Sachsenheim will einen eigenen Gewerbeverein gründen und enger mit Bietigheim-Bissingen zusammenarbeiten.
Von
Michaela Glemser
Sachsenheim
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BdS Sachsenheim

Die Vorsitzende Melanie Perrotta wurde in ihrem Amt bestätigt, auch Frank Clement verbleibt im Amt des Kassiers. Zur neuen Schriftführerin wurde Claudia Gruber-Götz ernannt. Den Ausschuss „Dienstleistung“ leiten Laura Falk und Ronny Wünderlich, den Ausschuss „Handwerk/Industrie“ Dennis Heidler und Holger Schmetzer sowie den Ausschuss „Handel“ Oliver Häcker und Thorald Zepernick.

Michaela Glemser
  • BDS-Ortsverband Sachsenheim tritt aus dem Landesverband aus und gründet einen Gewerbeverein.
  • Grund war der Beitrag von 50 auf 75 Euro ab dem Jahr 2028, ein Mehrwert fehlte aus Sicht vieler.
  • 13 stimmten für den Austritt, fünf dagegen, drei enthielten sich, drei Stimmen kamen in Abwesenheit.
  • Geplant ist eine engere Kooperation mit den Aktiven Unternehmern Bietigheim-Bissingen.
  • „Sommer am Schloss“ fällt im kommenden Jahr aus – Ideen für 2028 werden gemeinsam erarbeitet.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Rund 70 Ortsvereine gibt es derzeit im Landesverband Baden-Württemberg des Bundes der Selbstständigen (BdS). In den Reihen vieler Vereine werden inzwischen Überlegungen diskutiert, aus diesem Landesverband auszutreten und eigene Gewerbevereine zu gründen. Die Mitglieder des BDS-Ortsvereins in Sachsenheim haben auf ihrer jüngsten Hauptversammlung diesen Schritt mit einer Zweidrittelmehrheit in die Tat umgesetzt.

Werbung um Verbleib im Verband

Die Präsidentin des BdS-Landesverbands Baden-Württemberg, Bettina Schmauder, gab sich redlich Mühe, die anwesenden 21 von 136 Mitgliedern des BdS-Ortsvereins von einem Verbleib im Landesverband zu überzeugen. Doch die erneute Anhebung des jährlichen Mitgliedsbeitrags von jedem einzelnen Mitglied von 50 auf 75 Euro ab dem Jahr 2028 war den Sachsenheimern zu viel, da ihrer Ansicht nach, ein echter Mehrwert dafür bislang fehle.

So merkte beispielsweise Martin Schmid vom gleichnamigen Möbelhaus in der Stadt an, dass er über alle rechtlichen Neuerungen für Unternehmen ohnehin durch die Berufsverbände informiert werde, in denen er Mitglied sein müsse. Das geschehe meist früher als durch den BdS-Landesverband. Auch dem Kassier des BDS-Ortsverbands, Frank Clement, war nicht ganz klar, wohin all die Mitgliedsbeiträge beim Landesverband fließen. „Wir könnten die derzeit rund 6200 Euro jährlich, die an den Landesverband gehen, auch anderweitig investieren“, merkte Clement an.

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Präsidentin Schmauder verwies auf die politische Interessenvertretung vor allem der kleinen und mittelständigen Unternehmen durch den Verband, zum Beispiel bei der Diskussion um die Corona-Rückzahlungen und auf die zahlreichen Schulungsmöglichkeiten für die Mitglieder, wie bei der Einführung der digitalen Personalakte. Doch diese Argumente konnten die Mitglieder nicht überzeugen. 13 stimmten für den Austritt aus dem Landesverband, wobei drei Mitglieder ihre Stimmen in Abwesenheit abgegeben hatten, drei enthielten sich ihrer Stimme und fünf votierten gegen den Austritt.

Austritt zum Jahresende

„Damit scheidet der Ortsverband Sachsenheim zum 31. Dezember aus dem Landesverband aus. Im gleichen Zuge werden wir beginnen, einen eigenen Gewerbeverein zu gründen, und hoffen dabei auf Unterstützung von den Aktiven Unternehmern Beitigheim-Bissingen“, sagte Vorsitzende Melanie Perrotta. Auf den Einwand eines Mitglieds, warum nicht gleich ein Zusammenschluss mit den Aktiven Unternehmern aus der Nachbarstadt erfolge, erwiderte sie, dass das diskutiert, aber nicht weiterverfolgt worden sei. Doch im Januar steht ein nächstes Treffen mit den Aktiven Unternehmern an, mit denen die Gewerbetreibenden in Sachsenheim künftig stärker kooperieren wollen.

Teilnahme an der Gewerbeschau?

So ist unter anderem eine Teilnahme der BdS-Mitglieder an der Gewerbeschau in Bietigheim-Bissingen im Gespräch. In diesem Zusammenhang erwähnte Perrotta, dass auch die Idee einer Leistungsschau in Kooperation mit den Sachsenheimer Wengertern in den Reblagen in Hohenhaslach entwickelt worden sei. Doch dieser Vorschlag sei von den Wengertern abgelehnt worden, die keine engere Zusammenarbeit mit den BdS-Mitgliedern gewünscht hätten, so Perrotta.

„Sommer am Schloss“ fällt aus

Auch die Veranstaltung „Sommer am Schloss“ wird es im Jahr 2027 nicht geben, denn der BdS kann die Festorganisation im bisherigen Umfang nicht mehr stemmen. In diesem Jahr war zwar die Stadt als Hauptveranstalter aufgetreten, doch der gewünschte Publikumserfolg war ausgeblieben. Daher wird im kommenden Jahr auf die Veranstaltung verzichtet, um ausführlich Ideen für eine Fortsetzung im Jahr 2028 gemeinsam mit den Vertretern der Stadt zu sammeln. Einige BdS-Mitglieder sahen diesen Verzicht jedoch auch kritisch, denn sie befürchteten, dass die Veranstaltung auf diese Weise gänzlich aufgegeben werden könnte.

Perrotta erläuterte zudem, dass für die Umgestaltung der Innenstadt Großsachsenheims inzwischen zahlreiche Workshops stattgefunden hätten und die erarbeiteten Ideen bei einer Abschlussveranstaltung im kommenden Jahr präsentiert werden sollten. „Es wird sehr schön und ruhig werden“, unterstrich Perrotta. Sie erinnerte daran, dass es bei der Adventshütte noch freie Termine für Unternehmen, Vereine und Organisationen gebe, die gebucht werden könnten. Auch die Weihnachtsbaum-Aktion soll in diesem Jahr wieder durchgeführt werden. Michaela Glemser