Ortschaftsrat
: „Sonnenblume“ – Sanierung oder Neubau?

Ochsenbacher Gremium  beschäftigt sich mit den anstehenden Investitionen für den Kindergarten.
Von
Michaela Glemser
Sachsenheim
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Der Kindergarten „Sonnenblume“ ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Auch ein Neubau wird nicht ausgeschlossen.

/Martin Kalb

Eltern und Ortschaftsräte zeigen sich erleichtert. Es scheint sich gelohnt zu haben, dass sie im vergangenen Jahr immer wieder auf den unangenehmen Geruch und die dringend notwendige Sanierung des Kindergartens „Sonnenblume“ im Stadtteil Ochsenbach aufmerksam gemacht haben.

In der Antwort der Verantwortlichen der Stadt auf die Anmeldung der Finanzmittel aus Ochsenbach zum Haushaltsplan 2026 heißt es, dass die Generalsanierung oder der Neubau des Kindergartens „Sonnenblume“ vorgezogen und in den Haushalt 2026 aufgenommen werde. 3,45 Millionen Euro sind in der Finanzplanung für dieses Vorhaben angedacht. Ortsvorsteher Alexander Weiß erläuterte in der jüngsten Ortschaftsratssitzung: „Unsere Maßnahme am Kindergarten ist in der Prioritätenliste der städtischen Hochbaumaßnahmen um zwei Jahre nach vorne gerückt. Damit sind wir sehr zufrieden.“

Erweiterung auf drei Gruppen

Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Zuge der Generalsanierung oder des Neubaus auch eine Erweiterung der Gruppenanzahl auf drei Gruppen angedacht sei. Im Frühsommer vergangenen Jahres hatte ein Schadstoffgutachten eine Belastung einer Wand im Garderobenbereich des Kindergartens mit Schimmelsporen nachgewiesen. Diese Wand war umgehend saniert worden. Dennoch hatten Eltern im Anschluss an diese Erneuerungsmaßnahme weiterhin darüber geklagt, dass in den Räumlichkeiten des Kindergartens ein modriger Geruch herrsche. Rund 40 Kinder im Alter zwischen 2,9 Jahren bis zum Schuleintritt werden derzeit im Kindergarten „Sonnenblume“ unter Trägerschaft der Evangelischen Kirche betreut.

Grünes Licht gab es von der Stadtverwaltung auch für die Pflanzung von zwei neuen Urnenbäumen auf dem Ochsenbacher Friedhof und die Erneuerung der Friedhofsmauer, an der noch in diesem Jahr Voruntersuchungen durchgeführt werden sollen. Zudem erfolgt auch für den Friedhof in Ochsenbach die Erstellung einer Friedhofskonzeption, die bereits für andere Stadtteile wie Hohenhaslach, Spielberg oder Großsachsenheim vorliegt. Die Lautsprecheranlage an der Aussegnungshalle wird ebenfalls so ergänzt, dass die Beschallung künftig auch außerhalb zu hören ist. Schwieriger gestaltet sich der Finanzierungsbeitrag aus der Stadtkasse zur Erneuerung der Nordseite der historischen Pfarrscheuer, für die zunächst ein Nutzungskonzept eingefordert wurde.

Nutzung für die Pfarrscheuer

„Dafür sind noch Gespräche mit den Fachleuten des Denkmalschutzes notwendig, da der Trägerverein ursprünglich wegen der Beschränkung der Anzahl der Veranstaltungen pro Jahr in der Pfarrscheuer diese zu einer Art Vereinsheim machen wollte. Diese Nutzungsänderung scheitert aber an den Brandschutzauflagen und der notwendigen Anzahl der Parkplätze“, erklärte Ortsvorsteher Weiß. Eine geeignete Nutzungskonzeption ist unter anderem auch die Voraussetzung einer finanziellen Beteiligung der Stadt an der Sanierung der Verwaltungsstelle in Ochsenbach. Eine Absage gab es für das Multifunktionssportfeld oder den Bolzplatz, da sich bei der Jugendbefragung dafür kein nachgewiesener Bedarf ergeben habe. Dagegen erhält Ochsenbach für seinen Dorfplatz einen neuen Fahnenmast und eine neue Ortsfahne.

Für die Erneuerung der Weinbauort-Schilder an den Ortseingängen müssen die Räte allerdings selbst aufkommen. Auch die Überarbeitung der Bewässerung des Mammutbaums beim Friedhof ist nicht für den Haushalt 2026 angedacht.   Michaela Glemser