Oberriexingen: Handgemachte Popmusik fürs Herz

Der 56-jährige Oberriexinger Simon Fetzer will mit seiner Band und seiner erste CD „Du träumst“ musikalisch durchstarten.
/Oliver BürkleWenn Simon Fetzer in die Tasten greift und mit seiner warmen, gefühlvollen Stimme den Raum erfüllt, berührt er die Herzen seiner Zuhörer – egal ob zuhause in seinem Tiny House in der Römerstadt, im Fernsehstudio bei einer deutschlandweit bekannten Talentshow oder im Konzertsaal.
Elf selbst komponierte Songs
„Musik ist mein Leben und darin liegen meine Wurzeln. Deutsche Lyrik-Pop-Songs mit tiefgründigen Texten sind meine Leidenschaft“, erzählt der 56-Jährige, der gerade mit seiner neuen Band „Fetzer“ das erste Album „Du träumst“ veröffentlicht hat. Die elf Songs, die er allesamt selbst komponiert hat und deren Texte teilweise auch aus seiner Feder stammen, erzählen dabei das ganze Leben im Ablauf eines Tages vom Aufwachen mit „Gegenlicht“ und „Zwischenwelten“ bis zum Einschlafen mit „Ankommen“ und „Du träumst“.
Aus einer musikalischen Familie
„Der Titelsong ‚Du träumst‘ gehört auch zu meinen Lieblingsliedern auf dem Album. Darin geht es unter anderem um Tagträume, um das Ausruhen und Ruhen in seinen Träumen“, schildert Fetzer, der mit seinen fünf Bandkollegen, allesamt studierten Musikern, zwei Jahre an diesem Album gearbeitet hat. Dem Oberriexinger wurde die Begeisterung für die Musik quasi in die Wiege gelegt, denn Fetzer stammt aus einer sehr musikalischen Familie, und sein Vater war selbst Musiker. Bereits im Alter von sechs Jahren hat Fetzer mit dem Klavierspielen begonnen, mit zwölf Jahren seine ersten eigenen Songs geschrieben und in Schülerbands mitgewirkt.
Mit 18 Jahren hat er eine klassische Gesangsausbildung bei einem Opernsänger absolviert. „Dennoch war für mich klar, dass ich kein klassisches Musikstudium beginnen wollte, denn meine Richtung war eher Jazz und Pop. Daher habe ich eine Schreinerlehre gemacht, Betriebswirtschaft studiert und mich nach meiner Meisterprüfung im Jahr 2000 mit meinem eigenen Betrieb selbstständig gemacht“, berichtet Fetzer. Dem Schreinerhandwerk gehört ebenfalls sein Herzblut. Dies verbindet auch seine beiden Leidenschaften: auf der einen Seite das Handwerk mit dem Naturmaterial Holz und auf der anderen Seite handgemachte Musik ohne elektronischen Schnickschnack oder kreative Hilfen durch Künstliche Intelligenz.
Bei „The Voice of Germany“
Musikalisch erfolgreich war der Oberriexinger schon früher, ob beim in der Region bekannten Duo „Face-y-Face“ oder bei Projekten mit den PUR-Musikern Rudi Buttas oder Joe Crawford. Musikalisch und stimmlich hat er sich aber, darauf verweist er selbst gerne, enorm durch seine Teilnahme bei „The Voice of Germany“ auf Pro Sieben und Sat 1 im Jahr 2021 weiterentwickelt.
Unter mehr als 10.000 Bewerbern ausgewählt, erreichte Fetzer damals die sogenannte „Battle-Runde“ und erhielt vor allem in der intensiven Zusammenarbeit mit Coach Johannes Oerding viele wertvolle musikalische Impulse. „Er zählt gemeinsam mit Herbert Grönemeyer zu meinen musikalischen Vorbildern. Johannes Oerding hat mich dazu gebracht Deutschpop zu singen. In seiner Muttersprache zu singen ist mit einer ganz anderen Lyrik verbunden und mit einem ganz anderen Komponieren als in der englischen Sprache“, macht Fetzer deutlich. Für ihn erzählt die musikalische Komposition alleine schon eine Geschichte, die durch den Text noch in Worte gefasst wird. Anfang 2023 lernt der Oberriexinger seine heutigen Bandkollegen kennen, und das Projekt „Fetzer“ startet, denn auch wenn seine Balladen solo am Piano einfühlsam und gefühlvoll klingen, wirken sie mit der Unterstützung der anderen Vollblutmusiker noch einmal anders.
„Auch wenn ich jetzt 25 Jahre meine Schreinereifirma mit Sitz in Tamm erfolgreich betreibe, bleibt es immer ein großer Wunschtraum von mir, mich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren“, unterstreicht Fetzer, der sich stimmlich immer wieder weiterentwickeln möchte.
In diesem Jahr möchte der Oberriexinger mit seiner Band und dem neuen Album auf Festivals in der Region vertreten sein. Fest gebucht ist die Band „Fetzer“ bereits für das Ballonglühen im Blühenden Barock am 11. April und für einen Auftritt im „Glasperlenspiel“ in Asperg am 7. Juni. „Wir sind als Band Newcomer und möchten in der Region bekannter werden. Hier in Oberriexingen ist mein Zuhause, meine Basis und mein Ruhepol, was für meine Musik sehr wichtig ist“, so Fetzer.