Neues im Blüba: Leuchtende Traumpfade im Blühenden Barock in Ludwigsburg

Die leuchtenden Traumpfade setzen auch das Schloss Ludwigsburg ins rechte Licht.
/Martin KalbDer Rundgang startet auf der Ostseite des Schlosses am sogenannten Gruftweg. Eine illuminierte Wolke als Symbol für den Traum und das beigefügte Wort „Pfade“ als Projektion begrüßen die Gäste. Die Traumpfade verstehen sich als ein anderes künstlerisches Konzept, sollen den Park in ungewöhnliche kreative Farben tauchen: „Es ist spaciger als im letzten Jahr“, betont Markus Katterle, dessen Firma Flash Art Special Effects & Show Design GmbH aus Bielefeld die assoziative LED-Lichtshow inszeniert. Seit 30 Jahren begleitet Katterle die Feuerwerke im Blühenden Barock und die leuchtenden Traumpfade waren seine Idee.
Die barocke Broderie, eigentlich mit mächtiger Fontaine inmitten des Sees, erhielt einen großen illuminierten Kubus als Blickfang. Lichtumflutet mit wechselnden, sanft fließenden Farbtönen entsteht so vor dem Auge des Betrachtenden ein großes wogendes Farbenmeer. Passend und emotional das Gesehene vertiefend erklingt das dunkel gefärbte Thema aus dem Film „Tannöd“ des schwedischen Filmkomponisten Johan Söderqvist und je nach eigner Position ergeben sich stets andere Blickwinkel sowie multiplexe Lichtbilder.
Der Rundgang führt weiter durch die Kürbisausstellung, in der der Schmetterling als Wegweiser angeleuchtet wird und auf die folgende geheimnisvoll anmutende Leuchtkäfer Allee verweist: Aber tausende kleine, in kräftigem Grün schimmernde, Pünktchen schweben durch die Luft, lassen den Eindruck des Lebendigen entstehen.
Glasfaser und zweifarbige Bäume
Weitere Stationen sind die Obstgärten, die Voliere ebenso wie der, in schillerndes Blau getauchte, Posilippotunnel. Entlang der Platanenallee laden grün angestrahlte Bänke zum Innehalten ein. Optisch verbunden sind diese 20 Ruhepole durch eine durchgehende orange-flackernde Lichterkette.
Noch imposanter ist die Inszenierung der Emichsburg: 180 von innen heraus beleuchtete Glasfaserstränge fallen entlang der Burgwände hinab. Sie bedecken die große Mauer sowie Teile des Turms. Gemeinsam mit dem, ebenfalls ins Licht getauchten, See und den zweifarbig angestrahlten Bäumen entsteht eine zutiefst mystische Landschaft:
Obwohl der Park des Blüba in vielfältigem und buntem Lichterglanz erstrahlt, so wurde das Konzept doch der aktuellen Energiekrise angepasst: Insgesamt werden die leuchtenden Traumpfade lediglich 3000 Kilowattstunden verbrauchen, da modernste Leuchtmittel und äußerst sparsame LED-Festkörper-Laser Verwendung finden. Überdies produzieren die eigenen Solaranlagen des Blüba einen Teil der benötigten Energie.