Neuer Leiter der Kunstschule Labyrinth
: Der Österreicher Stefan Raab folgt auf Rainer Kittel

Der 43-Jährige Theatermacher übernimmt die Leitung des Bereichs Tanz, Theater, Zirkus der Kunstschule Labyrinth.
Von
Gabriele Szczegulski
Ludwigsburg
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Stefan Raab ist der neue Leiter der Kunstschule Labyrinth der Städte Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen.⇥

Martin Kalb

Nach jahrzehntelanger Arbeit für die interkommunale Kunstschule Labyrinth der Städte Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen hat sich im Dezember der Fachbereichsleiter Theater, Tanz und Zirkus, Rainer Kittel, in den Ruhestand verabschiedet. Kittel hatte das Gesicht der Kunstschule in besonderem Maße geprägt, zudem war er künstlerischer Leiter des Ludwigsburger Bürgertheaters und der Venezianischen Messe.

Ein Österreicher folgt ihm nun nach: Der 43-jährige Stefan Raab übernimmt seinen Posten, allerdings in einer von 70 Prozent auf  50 Prozent gekürzten Stelle. Das sei, so der Leiter der Kunstschule, Jochen Raithel, den Sparmaßnahmen der Tägerkommunen durch die Corona-Krise geschuldet. Aber er hoffe, dass die Nachfrage an Kursen sich auf das Vor-Corona-Niveau zurückbegebe und dann werde Raabs Stelle erhöht. Das Ludwigsburger Bürgertheater wird Raab nicht leiten, Kittels Nachfolger dort ist Axel Brauch.

Visionen im Theaterbereich

Unter 40 Bewerbern war Raab, der mit seiner Familie seit 2014 in Stuttgart lebt, ausgewählt worden. Der studierte Germanist hatte seither vor allem im Theaterbereich gearbeitet. „Ich komme vom literarischen Theater, bin aber durchaus offen für Sparten wie Performance, Musiktheater oder choreografiertes Theater“, so Raab, dessen Visionen für die Kunstschule sich denn auch hauptsächlich um diesen Bereich drehen: Längerfristig träume er von Projekten, die den Tanz und das Theater zusammenbringen. „Ich will Verbindungen schaffen und Horizonte erweitern“, sagte er. Jetzt gehe es aber vor allem darum, das Kursangebot wieder zu stabilisieren und fortzuführen. „Für neue Projekte ist später Zeit“, sagt er. Der Theaterbereich der Kunstschule, so Raab, habe großes Entwicklungspotenzial, der Tanzbereich sei „höchst qualitativ, dieses Niveau muss erhalten bleiben“.

Kreativität für Kinder

Zur Kunstschule gekommen sei er, weil es für ihn eine Mission sei, Kinder und Jugendliche an fantasievolle Kreativität heranzubringen. „Kinder tanzen gerne, schlüpfen gern in Rollen, bewegen sich viel, machen gerne Akrobatik und spielen gern, man muss ihnen das geben, was sie gerne machen“, so Raab.