Musikschule Bönnigheim: Erfolgreicher Schlussspurt

Gruppenbild der Bläserklassen-Kinder auf dem Bönnigheimer Schulhof.
/Städtische MusikschuleZum neuen Schuljahr geht an der Grundschule Bönnigheim die 25. Bläserklasse an den Start. Das ist in dieser Form einzigartig“, freut sich Musikschulleiter und Stadtmusikdirektor Rainer Falk im Gespräch mit der BZ. Vor Beginn der Sommerferien zeigte der Bläsernachwuchs, welche musikalische Qualität in ihm steckt.
65 Kinder der Bläserklassen aus Kirchheim, Erligheim und Bönnigheim nahmen am Wettbewerb der Bläserklassen des IJKT (Internationales Jugendkapellentreffen Ettlingen) teil. Gespielt wurden in der Altersklasse 2 – Grundschulkinder im zweiten Lernjahr – die Stücke „The Music Mill“ von Jan de Haan und Marywood Overture von Donald Josuweit. Pflichtprogramm war der Kanon „Bruder Jakob“. Dieser musste auswendig in Kanonform gespielt werden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Erster Platz mit 93,8 von 100 möglichen Punkten. Dazu ein Preisgeld von 150 Euro.
Die Anreise nach Ettlingen wurde mit zwei Reisebussen und einem großen Fanclub, bestehend aus Eltern und Freunden, unternommen. Außer dem Wertungsspiel musizierten die Bläserklassenmusiker ein großes Platzkonzert vor dem Schloss in Ettlingen. Den Abschluss bildete der Besuch einer Ausstellung im Schloss zum Thema „Das Leben in der Stadt im Mittelalter“
Die Bläserklassen stehen unter der Leitung von Susanne Zimmer, Rektorin der Grundschule Erligheim-Hofen, Maria Bräuchle, Lehrerin an der Schule „Auf dem Laiern“ in Kirchheim, und Rainer Falk, Stadtmusikdriektor der Stadt Bönnigheim.
Auftritt bei der Bönnigheimer Nachtmusik
„Ohne das Projekt Klassenmusizieren würde es die Bönnigheimer Nachtmusik in dieser Form nicht geben“, betont Falk und ergänzt: „Klassenmusizieren mit Blasinstrumenten ist in Bönnigheim von einer großen Nachhaltigkeit geprägt.“ In den Bläserklassen wird neben dem praktischen Erlernen eines Instruments auch die Vermittlung von theoretischem Wissen rund um die Musik, mit einem guten pädagogischen Ansatz, vermittelt.
Im Rahmen der „Juniorprüfung“ wurde dieses theoretische Wissen in Verbindung mit einem instrumentalen Vorspiel Mitte Juli abgefragt. Vorgespielt wurde einzeln, vor einem Gremium, bestehend aus Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule, der einzelnen Grundschulen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Musikvereine Kirchheim und Bönnigheim. Neben einer Tonleiter galt es, ein kleines Musikstück ganz alleine vorzuspielen. „Alle Kinder haben diese Prüfung bestanden. Als Lohn gab es eine Urkunde, einen Sticker und Aufkleber“, so der Bönnigheimer Musikschulleiter.
Platzkonzert vor der „Altweiber Mühle“
Der Besuch des Erlebnisparks Tripsdrill, verbunden mit einem großen Platzkonzert, wurde zum Höhepunkt und Abschluss der zweijährigen Zeit in der Bläserklasse. Susanne Zimmer, Sajuri Serezus und Rainer Falk haben zusammen mit den Bläserklassenkindern einen ganzen Tag in Tripsdrill verbracht. Ob „Hals über Kopf“, Karacho oder Mammut, alles wurde mit viel Spaß, manchmal auch mit ein bisschen Überwindung, gefahren. Ein tolles Platzkonzert vor der „Altweiber Mühle“ wurde von den vorbeikommenden Parkbesuchern mit viel Applaus honoriert.
„Jetzt heißt es Abschied nehmen. Abschied von einer ganz besonderen Zeit in der Grundschule“, sagt Falk und zieht ein positives Fazit des abgelaufenen Grundschuljahrs: Weit über 30 Kinder werden ihr Instrument im neuen Schuljahr weiterspielen, Schüler der städtischen Musikschule Bönnigheim bleiben und zudem in die Jugendorchester der Musikvereine in Kirchheim und Bönnigheim wechseln.