MHP Riesen Ludwigsburg
: Bei den MLP Academics spricht alles für das King-Team

Ludwigsburg trifft als zweitbeste Auswärtsteam auf das zu Hause noch sieglose Heidelberg. 
Von
nac
Ludwigsburg
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Yorman Polas Bartolo (rechts) hat seine Spielsperre abgesessen und steht wieder zur Verfügung.

Avanti/Ralf Poller

Zum fünften Mal in den wettbewerbsübergreifend vergangenen sechs Spielen sind die MHP Riesen Ludwigsburg auswärts gefordert. In der Basketball-Bundesliga geht die Reise an diesem Samstag (20 Uhr/Dyn) zum Abschluss der Englischen Woche nur rund 100 Kilometer den Neckar stromabwärts zu den MLP Academics Heidelberg.

Riesen mit viel Selbstvertrauen

Dabei sind die Rollen – zumindest auf dem Papier – klar verteilt. Die Barockstädter reisen mit viel Rückenwind in die Universitätsstadt. Am vergangenen Wochenende schlugen die Riesen Alba Berlin. Ab dem zweiten Viertel lagen die Ludwigsburger ständig in Führung. Und am Dienstag ließen sie im Nachholspiel bei der BG Göttingen eine Machtdemonstration folgen. Nach einem durchwachsenen ersten Durchgang nahm die Mannschaft von Trainer Josh King die Niedersachsen regelrecht auseinander. Es war bereits der vierte Auswärtssieg im fünften Spiel in fremder Halle.

Die Heidelberger stehen dagegen schon mit dem Rücken zur Wand. Insgesamt haben sie nur zwei Siege in den ersten neun Saisonspielen geholt, zu Hause warten sie nach fünf Versuchen immer noch auf ein Erfolgserlebnis. Besorgniserregend ist vor allem die Art und Weise, wie die Heidelberger auftreten. Zwar gewannen sie vor Kurzem das Kellerduell bei den Merlins Crailsheim. Aber danach setzte es eine 69:92-Niederlage des Teams von Trainer Joonas Iisalo beim Vizemeister Telekom Baskets Bonn. Überhaupt fielen die vergangenen vier Niederlagen mit jeweils mindestens 15 Punkten Differenz recht deutlich aus.

Ein Grund dafür liegt insbesondere in der fehlenden Konstanz von als Leistungsträger geholten Spieler. Bestes Beispiel bei den MLP Academics ist Jeffrey Carroll. Auf 28 Punkte in Crailsheim ließ der Flügelspieler zuletzt nur vier Zähler gegen Bonn folgen. Vor allem fällt sein Wurf von außen noch nicht – 20,4 Prozent Quote. Das hält ihn aber nicht davon ab, es durchschnittlich sechsmal pro Partie von jenseits der 6,75-Meter-Linie zu versuchen. Überhaupt nehmen die Heidelberger mit 36,6 Dreiern pro Spiel so viele Würfe von ganz weit draußen wie kein anderes Team in der Bundesliga. Die Ludwigsburger stehen ihnen aber nicht viel nach. Sie liegen auf Platz drei in dieser Rangliste. Und dass die Gastgeber offensiv gefährlich sein können, haben sie unter anderem im Vorbereitungsspiel zwischen beiden Mannschaften im September bewiesen. Damals knackten sie beinahe die 100-Punkte-Marke bei der 94:101-Niederlage.

Polas Bartolo ist wieder dabei

Gegen erneut so viele Punkte wird aber Ludwigsburgs Verteidigungsminister Yorman Polas Bartolo etwas haben. „El Ciclon“, wie der Deutsch-Kubaner genannt wird, hat seine Spielsperre nach dem Disqualifizierenden Foul gegen Johannes Thiemann aus dem Berlin-Spiel abgesessen und steht Trainer King wieder zur Verfügung.  nac