Ludwigsburg
: Strenger: „Mit solidem Ergebnis sehr zufrieden“

Mit 160 Millionen Euro lag der Bilanzumsatz 2023 unter dem der beiden Vorjahre.
Von
Claudia Mocek
Ludwigsburg
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Die Strenger-Firmenzentrale in der Karlstraße in Ludwigsburg.

/Martin Kalb

Die Strenger-Gruppe hat das Jahr 2023 mit einem Bilanzumsatz von 160 Millionen Euro abgeschlossen, wie der Familienbetrieb am Donnerstag auf seiner Pressekonferenz bekannt gab. Auch wenn dieser damit geringer ausfiel als in den beiden Rekordjahren 2021 (184 Millionen Euro) und 2022 189 Millionen Euro, zeigte sich Daniel Hannemann, Vorsitzender der Strenger-Geschäftsleitung, mit dem „soliden Ergebnis sehr zufrieden“. Das Vertriebsergebnis von 142 Millionen Euro, was 277 Wohneinheiten im Einzelvertrieb entspreche, sei eine „harte Einzelarbeit“ gewesen, sagte er.

Das Fertigstellungsvolumen der deutschlandweit agierenden Gruppe mit ihren Marken Strenger Bauen und Wohnen, Baustolz und Wohnstolz blieb mit 400 Einheiten konstant, was einer Gesamtleistung von etwa 200 Millionen Euro entspricht. „Wir haben noch zahlreiche Wohneinheiten im Bau“, sagte Hannemann.

Breit aufgestellt

Was das Marktumfeld angeht, so spüre auch Strenger „den Sturm da draußen in der Förderlandschaft“, sagte der Vorsitzende. Potenzielle Kapitalanleger würden mehrfach nachrechnen, bevor sie sich entscheiden. Die „breite Aufstellung in fünf Regionen hilft uns“, sagte er. Mit der Schaffung von Wohnraum, zum Kauf oder in Miete, stelle sich Strenger seiner sozialen Verantwortung. Der Fokus auf Nachhaltigkeit werde weiterverfolgt, etwa durch die Umstellung auf Holzbauweise. Die Förderfähigkeit der Projekte bewertete Hannemann dabei als Nebeneffekt, sie sei kein Kern-Alleinstellungsmerkmal.

Für Eigennutzer und Kapitalanleger seien Nachhaltigkeit und Förderfähigkeit der Neubauten jedoch mittlerweile ein Hauptkriterium. Alle neuen Strenger-Projekte seien für die KfW-Förderung qualifiziert, sagte Julien Ahrens, CFO. Dabei erweise das Baustolz-Produktportfolio aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses „für Kapitalanleger als renditestark“. Mehr als 40 Prozent der Kunden des Ludwigsburger Familienunternehmens waren 2023 Kapitalanleger.

„Wir hoffen auf das Wachstumschancengesetz“, sagte Daniel Hannemann. Im vergangenen Jahr seien 40 Reservierungen aufgrund der unklaren Fördersituation zunächst liegen geblieben. Für die Planbarkeit von Projekten sei das eine Katastrophe. Der Wunsch der Kunden nach Beratung sei gewachsen. Als Folge habe Strenger in den Vertrieb und in die Beratung investiert. Der Anteil der Mitarbeiter in diesem Bereich sei gestiegen. Derzeit beschäftigt Strenger 120 Mitarbeiter.

Geringerer Umsatz erwartet

Für 2024 und 2025 geht die Strenger-Gruppe von weitgehend konstanten Fertigstellungszahlen aus. Aufgrund der Verschiebungen hin zum Mietwohnungsbau rechnet der Familienbetrieb aber mit einem geringeren Konzernumsatz. Im ersten Quartal 2024 gebe es bereits vier Baubeginne in Frankfurt, Hamburg und Heilbronn, die Vorverkaufsquoten seien erreicht. Aus heutiger Sicht erwartet die Strenger Gruppe 2024 einen Umsatz, der mit 130 Millionen Euro deutlich unter dem des Jahres 2023 liegen werde.Claudia Mocek