Ludwigsburg: Hallenrad-WM: „Vorbereitung ist ein heißer Ritt“

Kunstradsportlerin Lara Füller aus Ludwigsburg-Poppenweiler erfüllt sich am Wochenende den Traum von einer Heim-WM.
Imago//Julia RahnNur noch wenige Tage, dann wird Ludwigsburg zur Weltmeisterstadt. Am Wochenende messen sich die besten Hallenradfahrer der Welt in Radball und Kunstradfahren in der MHP Arena. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Normalerweise hat man bei Veranstaltungen dieser Art zwei Jahre Vorlauf, wir haben vier Wochen“, sagt Hallenleiter Jochen Habermaier. Sein Team musste kreativ werden und jeden Winkel der Halle nutzen.
Von Freitag bis Sonntag treten Sportler aus mehreren Nationen an. Ursprünglich sollte die WM im britischen Derby stattfinden. Doch die Verantwortlichen sagten im September ab – Ludwigsburg sprang ein. Das sei eine Herausforderung, sagt Mario Kreh von Tourismus und Events Ludwigsburg. „Aber es ist schon ein besonderer Reiz für uns Veranstalter.“ Tagestickets sind über Reservix ab 30 Euro erhältlich.
Jeder Quadratmeter wird genutzt
Das kurzfristige Einspringen könnte auch mit dem auslaufenden Vertrag mit Namensgeber MHP zusammenhängen. Da das Unternehmen von einem indischen Großkonzern gekauft wurde, ist die Zukunft der Namensrechte offen. Eine hochkarätige neue Veranstaltung bietet die Chance, sich bisherigen oder möglichen neuen Geldgebern zu präsentieren. Habermaier beschäftigen unterdessen praktische Fragen: Dienstleister müssen koordiniert, Caterer bestellt und Mitarbeiter eingeteilt werden. Die größte Herausforderung ist der Platz.
„Unsere Räumlichkeiten sind einfach begrenzt, die Vorbereitungen sind ein heißer Ritt“, sagt er. Zwei Drittel der MHP Arena dienen als Wettkampffläche und Zuschauertribüne. Das übrige Drittel wird mit schwarzem Moltonstoff abgehängt.
Dahinter liegen Trainingsflächen und improvisierte Kabinen. „Unsere Kabinen reichen nicht aus, deswegen haben wir mit Bauzäunen weitere Kabinen gestaltet.“ Auch der Anlieferungsbereich, in dem normalerweise unter anderem die Basketballkörbe für den Bundesligabetrieb lagern, wurde geräumt. Dort entstand ein Trainingsfeld für die Radballer. Das Team habe improvisieren müssen, sagt Habermaier. Jeder müsse Kompromisse eingehen. Doch für vier Wochen Vorbereitungszeit könne sich das Ergebnis sehen lassen.
