Ludwigsburg: Gibt es ein drittes Dressurfestival?

Frederic Wandres, trat schon zweimal in Ludwigsburg an.
/Thomas HellmannOb das internationale Ludwigsburger Dressurfestival am Schloss Monrepos in diesem Herbst in die dritte Runde gehen kann, steht noch nicht fest. Noch gibt es diverse offene Punkte, die die Hofkammer, der Landkreis Ludwigsburg und der Veranstalter Horses and Dreams Entertainment abschließend vereinbaren müssen.
„Bis Ende April muss alles geklärt sein“, sagte Dr. Werner Hildenbrand, der 1. Vorsitzende des gastgebenden Reit- und Fahrvereins Ludwigsburg, auf BZ-Anfrage. Die Premiere des Turniers sei problemlos verlaufen. Nach dem letzten Turnier im September 2022, an dem Weltklasse-Reiter wie Isabell Werth, Ingrid und Michael Klimke und Ann-Kathrin Lindner und Frederic Wandres teilgenommen hatten, habe es auf dem Gelände „nicht ganz so gut ausgesehen wie vorher“, sagt Hildenbrand.
Nach einigen Rückmeldungen der Reiter zur Beschaffenheit des Bodens sei nun geplant, den Boden im Vorfeld des Turniers anders vorzubereiten. Dazu seien „leichte Erdarbeiten“ nötig. Wer diese Arbeiten und die Aufbereitung des Bodens im Anschluss an das Turnier bezahle, müsse die Hofkammer mit dem Veranstalter klären, sagt Hildenbrand. Auch die Frage, ob der Reit- und Fahrverein mit seinen Ställen und Boxen noch künftig im Monrepos eine Heimat finden wird, ist noch offen.
Nach 50 Jahren war das Erbbaurecht zwischen der Stadt Ludwigsburg und der Hofkammer des Hauses Württemberg für die Fläche, auf dem der Reit- und Fahrverein untergebracht ist durch Beschluss des Bauausschusses des Gemeinderats beendet worden (die BZ berichtete). Mit dem Verein hatte die Stadt bisher einen Unterpachtvertrag geschlossen. Eine solche Dreieckskonstellation soll es künftig jedoch nicht mehr geben.
Ob Verein und Hofkammer künftig direkt einen Vertrag schließen, sei noch offen, sagt Hildenbrand. Für die Hofkammer konnte Geschäftsführer Rainer Setzer auch noch keinen neuen Stand vermelden. Auf den Verein würde sich dies vermutlich durch höhere Kosten für die Mitglieder auswirken. Auch wenn die Zeit für den Verein drängt, bleibt Hildenbrand optimistisch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Lösung gibt“, sagte er, „auch wenn ich nicht mit einem 50-jährigen Pachtvertrag rechne“. moc