Ludwigsburg
: Forum: Abopreise bleiben stabil

 Im Forum am Schlosspark sind in der neuen Saison 60 Produktionen geplant. Die Veranstalter peilen auch 2024/2025 rund 45.000 Besucher an, um gestiegene Kosten zu decken. 
Von
Claudia Mocek
Ludwigsburg
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Der künstlerische Leiter des Forums am Schlosspark, Lucas Reuter, die Leitung Fachbereich Kunst und Kultur der Stadt Ludwigsburg, Wiebke Richert (links), sowie Dr. Ute Harbusch vom Kulturdienst haben das Programm für die neue Saison präsentiert.

/Richard Dannenmann

Rund 60 Produktionen in den Sparten Tanz und Ballett, Oper, Konzert, Weltmusik und Jazz plant das Forum am Schlosspark für die Spielzeit 2024/2025. „Die Abopreise bleiben auf dem Niveau der vergangenen Spielzeit“, sagte der Künstlerische Leiter Lucas Reuter am Donnerstag bei der Pressekonferenz im Forum.

Auch wenn die Stadt Ludwigsburg „nicht unerhebliche Haushaltsprobleme“ habe, wie Wiebke Richert, Leitung des Fachbereichs Kunst und Kultur der Stadt, sagte: „Unser Pfund ist das große Haus.“ In der vergangenen Saison seien bereits rund 45.500 Karten verkauft worden, angepeilt waren rund 42.000 Kartenverkäufe. In der kommenden Saison brauche es 45.000 Besucher, um die gestiegenen Kosten zu decken. „Unser kulturpolitische Auftrag ist es, Interesse zu wecken“, sagte Richert.

Neuer Forum-Pass

Ein neuer Forum-Pass soll jungen Menschen in Ausbildung für rund 50 Euro ähnlich wie eine Dauerkarte Zugang zu sämtlichen Vorstellungen der Spielzeit 2024/25 verschaffen. Für Familien und junges Publikum gibt es zudem das Familien- und das Jugend-Abo. Das Abo „TanzForum“ wird in zwei Reihen, jeweils am Samstag oder Sonntag, aufgelegt. Die Abos können ab sofort gebucht werden, Einzelkarten gibt es ab dem 1. August zu kaufen.

Schauspielproduktionen gebe es in dieser Saison nicht, sagte Reuter. Das bedeute aber keinen völligen Rückzug, an vereinzelten Positionen sollen diese künftig wieder im Programm erscheinen.

Reuter, der künftig parallel auch künstlerischer Leiter der Schlossfestspiele sein wird (die BZ berichtete), kündigte an, dass die Spielzeiten „zeitlich entzerrt werden“: Im Forum-Programm soll es Veranstaltungen von Oktober bis Pfingsten geben, die Schlossfestspiele sollen von Pfingsten bis zu den Sommerferien dauern. Inhaltlich will Reuter zwischen beiden Programmen „stärkere Kontraste“ setzen und bei den Schlossfestspielen „künstlerisch etwas ganz Neues“ bieten. Richert ergänzte, dass noch nicht feststehe, wann das Forum saniert werde und als Aufführungsort vorübergehend ausfalle.

Inhaltlich kündigte Reuter für das Forum „viele Neuproduktionen“ an. Erwartet werden unter anderem Aterballetto, das Nederlands Dans Theater und das Tschechische Nationalballett, Kit Armstrong, Sabine Meyer und Pietari Inkinen, Le Concert Olympique und die Deutsche Radio Philharmonie sowie die Afropop-Sängerin aus Mali Fatoumata Diawara.

Gemeinsam mit den Stuttgarter Philharmonikern ruft das Forum ein viertägiges Beethoven-Festival in Stuttgart und Ludwigsburg ins Leben. Im Auftaktkonzert interpretiert Herbert Schuch Beethovens fünftes Klavierkonzert, zum Abschluss dirigiert Markus Stenz die gleichzeitig entstandenen und doch gegensätzlichen Sinfonien Nummer 5 und Nummer 6.

Zum ersten Mal in Ludwigsburg sind das Ballet de l’Opéra de Tunis mit einer „Carmen“ aus orientalischer Perspektive, die Londoner Company Wayne McGregor und die Akrobaten der nordfranzösischen Compagnie XY. Aus Israel kommt die Vertigo Dance Company mit Noa Wertheims neuer Kreation „Makom“. Die „Stimme des Friedens“ und Kosmopolitin Noa, die sich zwischen Jazz und poetischer Weltmusik bewege, tritt laut Reuter in einer „Israel-Woche“ im Forum auf, die ihm wichtig sei.

Angebote für Familien

An Schulklassen und Familien mit Kindern richten sich Konzerte, die auf unterhaltsame Weise mit der Welt des Orchesters bekannt machen: Die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter Ariane Matiakh spielt Benjamin Brittens The Young Person’s Guide to the Orchestra. „Juri jagt das Musikgespenst“ heißt es beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Dabei erklingt Musik von Gustav Holst, Juri Tetzlaff moderiert. Bei „BachBewegt! Tanz!“, dem partizipativen Vermittlungsprojekt der Internationalen Bachakademie Stuttgart, wird Barockmusik zum Thema „Gefühlsgewirr“ von der Gaechinger Cantorey musiziert und auf der Bühne von Jugendlichen in Tanz übersetzt.