Ludwigsburg
: Blühendes Barock im magischen Lichterkleid

Seit diesem Wochenende und noch bis zum 7. Dezember gibt es zum vierten Mal eine fantasievolle Lichtinszenierung: die „Leuchtenden Traumpfade“.
Von
Helga Sannhake
Ludwigsburg
Jetzt in der App anhören

Bei den Leuchtenden Traumpfaden im Blühenden Barock gibt es stimmungsvolle Lichtinstallationen im Schlossgarten.

/Martin Kalb

Vielfältige Lichtinstallationen sowie stimmungsvoll mystische Lichtwege erwarten die Besucher derzeit im Blühenden Barock in Ludwigsburg. Erstmals in diesem Jahr gibt es eine neue großzügige Einlasszone am Schüsselessee, und bereits auf dem Weg dorthin sorgen die lila-blau angestrahlten großen majestätischen Bäume der Platanenallee für Herbstzauber. Wie in jedem Jahr zeichnet sich die Firma Flash Art FX aus Bielefeld für die assoziative Lichtshow „Leuchtende Traumpfade“ verantwortlich: „Wir versuchen stets Emotionen zu schaffen, bei denen die Leute träumen können“, erklärt Senior Project Manager Urs Lange.

Langjährige Kooperation

Seit über 30 Jahren besteht inzwischen die Kooperation zwischen der Entertainment GmbH und dem Blühenden Barock: „Wie jedes Jahr ist es eine extrem gute Zusammenarbeit und bei uns im Team sind immer alle glücklich, die hier arbeiten dürfen“, verrät Urs Lange weiter und er bittet, sich an die Richtung des Rundgangs zu halten, denn nur so entfalten die Stationen der Leuchtenden Traumpfade ihre volle Wirkung. Läuft man dagegen andersherum, so erlebe man nur etwa zehn Prozent der Effekte. Und Petra Herrling, die Direktorin des Blühendes Barock, verweist auf die Vorzüge eines Besuchs unter der Woche, denn da sei es erfahrungsgemäß ruhiger.

Bunte Farbflächen auf dem Schüsselessee sowie die farbige Wasserfontäne sind nach dem Einlass als Erstes zu erleben, gleich gefolgt von einer Schattenwand. War auf dieser im letzten Jahr ein Mond, so ist sie diesmal bunt sowie frei von Motiven. Alle können sich hier nach Lust und Laune kreativ austoben, bevor es weitergeht auf dem Rundgang durch Leuchtstelen oder auch L-Winkel genannte hellblaue Farblinien, die durch eine geschickte Projektion die Illusion eines sich drehenden Tunnels erzeugen.

Jahresmotto auch vertreten

In dieser Saison lautet das Jahresmotto des Blühenden Barocks Artenvielfalt – Schutz und Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt, und daher lassen sich bei den Leuchtenden Traumpfaden auch einige Tiere blicken: Visualisiert zwischen bunt beleuchteten Bäumen zeigen sich Biber, Pinguin, Nilpferd und Eisbär.

Dass sie sicher vor allem Kinderherzen erobern werden, mag wohl auch mit den vielen kleinen Seifenblasen zusammenhängen, die sanft und unbeirrbar neben ihnen über den Weg schweben. 1000 Liter Seifenfluid stehen während der Leuchtenden Traumpfade zur Verfügung, und damit es bei so viel Seife nicht rutschig wird, wird in diesem Jahr ein extra für das Blühende Barock neu entwickeltes Mittel verwendet.

Weiter führt der Pfad an winzigen hüpfenden Lichtpunkten vorbei zur Emichsburg, und nachdem bisher meditative musikalische Klänge das Publikum begleiteten, erklingt hier das unverwechselbare Thema des beliebten Hogwarts-Zauberschülers Harry Potter. Eine aufwendige Lasershow entspinnt sich um die Emichsburg, bei der zum Beispiel die Initialen H und P erscheinen. Nur ein Stückchen weiter steht die zur Kürbisausstellung gehörende Harry-Potter-Figur, in deren Nachbarschaft sich nun ein Feld voll gruselig geschnitzter Kürbisköpfe befindet. Um nicht nur den Harry-Potter-Fans ein schönes Fotomotiv zu gewährleisten, wurde zusätzlich ein großer barocker weißer Bilderrahmen gebaut und aufgestellt.

Wenige Schritte weiter leuchtet eine vertraute Installation: Die bunten Regenschirme sind auch diesmal wieder dabei, denn es soll bei den Leuchtenden Traumpfaden neben neuem Lichtzauber auch immer Elemente mit Wiedererkennungswert geben.

Roter Lavastrom

Feurig wird es beim Rundgang am kleinen See: Ganz in Rot getaucht wird hier die Illusion eines Lavastroms erzeugt mit geheimnisvollen Wasserdampf-Nebelschwaden. Beim Thema Feuer wird es außerdem noch interaktiv: Durch das Drücken eines roten Knopfs erklingen Geräusche eines Vulkanausbruchs, und die Wasserfontäne schwillt bedrohlich im dunklen Rot an. Zu verschiedenen Musiken tanzende Fontänen bietet schließlich noch die Barocke Broderie. Und wer beim Rundgang hungrig geworden ist, der besucht auch in diesem Jahr die Alpenlounge und findet dort zum Beispiel Raclette sowie Fondue auf der Speisekarte.