Ludwigsburg: 21-Jähriger will Padel-Club eröffnen

Lovis Löhne möchte bis Ende des Jahres seinen Padel-Club „Rückwand“ in der Maybachstraße 11 in Ludwigsburg eröffnen.
Lovis LöhnWo momentan noch Lagerregale stehen, soll bis Ende des Jahres ein moderner Padel-Club eröffnen – das ist zumindest die Vision des 21-jährigen Lovis Löhn aus Stuttgart. Sein Padel-Club „Rückwand“, der in der Ludwigsburger Maybachstraße entsteht, soll aber mehr sein als ein einfaches Sportcenter. „Ich plane wirklich auch, eine Community aufzubauen, dass man gerne hingeht und nicht nur die Zeit dort, in Anführungszeichen absitzt“, erklärt der Jungunternehmer. Die Idee kam dem International-Business-Management-Studenten, als er letztes Jahr in seiner Studienstadt Heidelberg mit seinen Freunden selbst in einer Padel-Halle war. „Das war halt einfach nur ein Sportcenter: Man ist hingegangen, hat gespielt und ist wieder heim. Das war alles kontaktlos. Da dachte ich mir: Ja, an sich ist das eine geile Sache, aber das kann man ja vielleicht noch optimieren.“
Die Vision hinter dem Padel-Club
Hinter dem Wunsch, einen eigenen Padel-Club zu eröffnen, steckt für Löhn allerdings noch mehr. Seit er 16 ist, sei er erfolgreich im E-Commerce-Bereich unterwegs. Durch die immer härter werdende Konkurrenz aus China würde das jedoch zunehmend schwerer.
Löhn sei sich jedoch sicher gewesen: „Ich will weiter Unternehmer bleiben. Ich brauche irgendwie eine neue Idee. Und dann kam mir eben das: ein lokales Business.“ So habe er während einer Klausurenphase zunächst einfach aus Spaß an der Sache erste Kalkulationen angestellt. „Man prokrastiniert halt immer“, sagt Löhn und lacht. Die Ergebnisse seien dann tatsächlich vielversprechend ausgefallen. Für seinen eigenen Club plant Löhn insgesamt vier Spielfelder: drei Double-Courts und einen Single-Court. Diese sollen rund um die Uhr über ein Buchungssystem reservierbar sein.
Neben den Plätzen sei außerdem noch ein Gastro-Angebot geplant: „Es ist einfach viel netter, wenn du dich noch in ein Café setzen kannst und da noch die Möglichkeit hast, was zu trinken oder zu essen oder dich nach dem Spiel einfach noch eine Weile in die Outdoor-Lounge zu setzen.“
Für Freunde und Familie sei es aufgrund von Löhns bisheriger E-Commerce-Erfahrung nicht allzu überraschend gewesen, dass er mit seinen 21 Jahren neben dem Studium nun auch noch einen Padel-Club eröffnen möchte. Ihm sei jedoch bewusst, dass mit einem jungen Alter auch mehr Hürden einhergehen könnten – zum Beispiel bei der Suche nach einem passenden Mietobjekt: „Zum Glück habe ich dann hier einen Vermieter gefunden, der offen ist, auch an einen 21-Jährigen eine 1200-Quadratmeter-Halle zu vermieten.“
Bisher größtes Projekt
Dass das Projekt jetzt wirklich im vollen Gange ist, fühle sich für Löhn immer noch ein wenig surreal an. Auch wenn er durchaus optimistisch seinem Vorhaben gegenüber sei, spüre er im Vergleich zu seiner bisherigen E-Commerce-Erfahrung schon einen größeren Druck: „Beim E-Commerce hatte ich um die 3000 Euro Startkapital und es war auch alles unverbindlicher. Wenn man keine Lust mehr hatte oder mal was nicht funktionierte, war das kein allzu großes Risiko.“ Bei „Rückwand“ sähe das jetzt jedoch anders aus: „Da nimmt man 300.000 bis 400.000 Euro mit Kredit und allem in die Hand und eine Mietbindung von 10 Jahren plus – das ist schon noch einmal eine andere Hausnummer.“
