Kreis Ludwigsburg
: Rund 30 Prozent beantragen Briefwahl

In Bietigheim-Bissingen und Sachsenheim sank der Anteil der Briefwähler, in Bönnigheim nahm er zu.
Von
Uwe Mollenkopf
Ludwigsburg
Jetzt in der App anhören

In Bönnigheim gab es bei der Bundestagswahl mehr Briefwähler als noch 2021.

/Martin Kalb

In den vergangenen Jahren ist es immer beliebter geworden, bei Wahlen von der Briefwahl Gebrauch zu machen. Wie eine BZ-Umfrage in Bietigheim-Bissingen, Sachsenheim und Bönnigheim zeigt, liegt diesmal der Anteil der Briefwähler bei plus/minus 30 Prozent der Wahlberechtigten.

In Bietigheim-Bissingen sind laut Sprecherin Anette Hochmuth mit Stand von Donnerstagabend 7726 Briefwahlanträge eingegangen. Bei 28.239 Wahlberechtigten entspricht dies 27,35 Prozent. Bei der letzten Bundestagswahl 2021 waren es mehr: Rund 34 Prozent der Wahlberechtigten wählten damals per Briefwahl. Nur berechnet auf die Zahl der Wähler (22.190) waren es 44 Prozent. Laut Hochmuth bewegt sich die Zahl der Briefwähler im Bereich des zu erwartenden Spektrums.

In Sachsenheim wurden bis Freitagmorgen bei insgesamt 12.848 wahlberechtigten Personen 3917 Briefwahlunterlagen ausgegeben. Das sind 30,5 Prozent. „Das entspricht unseren Erwartungen“, sagt Sprecher Arved Oestringer. Die Tendenz bei den Briefwählern zeige nach oben, wobei ein Anstieg wie in den letzten Jahren nicht mehr erkennbar sei. Bei der Bundestagswahl 2021 wählten in Sachsenheim 41,5 Prozent per Brief. „Die letzte Bundestagswahl lag jedoch auch inmitten der Coronazeit“, so Oestringer.

5450 Wahlberechtigten entspreche das einem Anteil von 33,79 Prozent. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2021 nahmen laut Papendorf 31 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl in Anspruch, die Zahl hat also noch etwas zugenommen.