Ingersheim/Bietigheim-Bissingen
: Weiterer Ausbau je nach Bedarf

Das Gewerbegebiet Bietigheimer Weg in Ingersheim wurde interkommunal entwickelt. Die finanzielle Situation hat sich aus Sicht der Verantwortlichen positiv entwickelt. 
Von
Uwe Mollenkopf
Bietigheim-Bissingen
Jetzt in der App anhören

Das gemeinsame Gewerbegebiet von Ingersheimer und Bietigheim-Bissingen „Bietigheimer Weg“ hat sich für die Verantwortlichen positiv entwickelt.

/Martin Kalb
  • Interkommunales Gewerbegebiet „Bietigheimer Weg“ entwickelt sich finanziell positiv.
  • Gebiet liegt auf Ingersheimer Markung, wird gemeinsam mit Bietigheim-Bissingen betrieben.
  • Bisher 6,5 Hektar entwickelt, acht Firmen vor Ort; rund 13 Hektar sind noch frei.
  • 2024 prägten Erschließungen wie die Verlängerung der Bertha-Benz-Straße die Entwicklung.
  • Strategie bleibt bedarfsgerecht – schnelle Reaktion auf Interesse potenter Firmen geplant.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Jeweils einstimmig hat der Bietigheim-Bissinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Jahresabschlüssen des Zweckverbands Gewerbegebiet Bietigheimer Weg der Jahre 2022 bis 2025 seinen Segen gegeben. Dieses Gewerbegebiet, für das der Startschuss im Jahr 2011 fiel, liegt auf Ingersheimer Markung, es wird aber von der Gemeinde Ingersheim und der Stadt Bietigheim-Bissingen gemeinsam entwickelt und betrieben.

„Die gemeinsame Entwicklung des Gebiets mit der Stadt Bietigheim-Bissingen ergab sich daraus, dass die Ausweisung eines größeren Gewerbegebietes für Ingersheim nur interkommunal möglich ist“, sagt Heike Kling, Geschäftsführerin des Zweckverbands Bietigheimer Weg und Leiterin des Amts für Liegenschaften, Bau und Technik in Ingersheim.

Die Gemeinde Ingersheim sei durch den Regionalplan der Region Stuttgart in der Eigenentwicklung beschränkt, weshalb für Ansiedlungen über dieses Maß hinaus Partner gesucht werden mussten. „In der Stadt Bietigheim-Bissingen, mit der bereits eine Verwaltungsgemeinschaft besteht, haben wir einen verlässlichen Partner gefunden“, so Kling. Zur Umsetzung wurde ein Zweckverband gegründet, seit 2016 gilt das Gebiet zudem als Gewerbeschwerpunkt der Region Stuttgart.

Derzeit rund 6,5 Hektar

Die bisher entwickelte Fläche am westlichen Ortsrand von Großingersheim Richtung Bietigheim beträgt rund 6,5 Hektar. Aktuell befinden sich laut Heike Kling acht Unternehmen im Zweckverbandsgebiet. Es handelt sich dabei um ACPS, das Autohaus Scharfenberger, Berrang, Fensterbau Nill, Bueti, Laferla, Dorro und Tracta. Für weitere Ansiedlungen stehen noch etwa 13 Hektar zur Verfügung.

Das Jahr 2024 war laut der Geschäftsführerin durch wichtige Erschließungsmaßnahmen geprägt, insbesondere durch die Verlängerung der Bertha-Benz-Straße sowie die Neugestaltung der Caroline-Eichler-Straße. Parallel dazu konnte die Firma Berrang ihren neuen Standort in Ingersheim bauen und diesen im Jahr 2025 beziehen. „Darüber hinaus wurde in 2025 dem Autohaus Scharfenberger ein Bauplatz verkauft, um dessen Standorterweiterung in Ingersheim zu ermöglichen“, erläutert Kling die Entwicklung in dem Gebiet.

Mit Ihrem BZ-Abo lesen Sie jetzt alle Texte auf swp.de – ohne Aufpreis

Die Bietigheimer Zeitung ist jetzt Teil der SÜDWEST PRESSE. Als Abonnentin oder Abonnent der gedruckten Zeitung lesen Sie deshalb auch alle Online-Inhalte auf swp.de und in der SWP-App, ohne Aufpreis. Dazu gehören die Nachrichten aus Bietigheim, Sachsenheim und Bönnigheim, aber auch alle anderen Plus-Artikel. Sie müssen Ihren Zugang nur einmal freischalten.

So leicht aktivieren Sie Ihren Zugang*
Rufen Sie swp.de/meinzugang auf. Geben Sie Ihre persönlichen Daten ein und schicken Sie das Formular ab. Bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse über den Link, den wir Ihnen schicken.

Lesen Sie gleich los: in der SWP-App (kostenlos im App Store und bei Google Play) oder im Web. Das E-Paper der Bietigheimer Zeitung finden Sie vorerst weiter in Ihrer bisherigen App oder hier im Web. Sie können in der SWP-App oder auf der SWP-Website aber auch alle anderen Ausgaben der SÜDWEST PRESSE lesen.

*Exklusiv für Abonnenten der gedruckten Zeitung mit täglicher Zustellung.

Bei den im Zweckverband erzielten Überschüssen zeigt der Trend nach oben. Waren es im Jahr 2022 noch rund 0,31 Millionen Euro, konnte man im Jahr 2025 einen Überschuss von 1,15 Millionen Euro verbuchen. Die erwirtschafteten Überschüsse werden allerdings zunächst an die Mitgliedskommunen ausgeschüttet.

„Da der Zweckverband in den letzten Jahren kontinuierlich Ackerflächen für die zukünftige Entwicklung aufgekauft hat und ein Großteil der benötigten Flächen bereits erworben werden konnte, wird das erwirtschaftete Geld für diese Zukunftsinvestitionen eingesetzt“, begründet die Geschäftsführerin.

Einnahmen sind gestiegen

Insgesamt habe sich die finanzielle Situation sehr positiv entwickelt, die Einnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuer seien stetig gestiegen. Durch den vorausschauenden Erwerb der Ackerflächen sei der Zweckverband bestens aufgestellt und verfüge als einer der wenigen Gewerbeschwerpunkte in der Region Stuttgart über ausreichende Flächenreserven.

Gefragt nach den weiteren Plänen, sagt Heike Kling: „Wir verfolgen weiterhin eine bedarfsgerechte Strategie, bei der Bebauungspläne und Erschließungen passgenau für die jeweiligen Firmen entwickelt werden.“ Aufgrund der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage warte man aktuell ab, könne jedoch bei Interesse potenter Firmen schnell reagieren und einen weiteren Bauabschnitt entwickeln.