Hochbehälter in Besigheim
: Erster Baggerbiss als Verbandsvorsitzender

Die Besigheimer Wasserversorgungsgruppe baut einen neuen Hochbehälter im Gewann Reuth.
Von
Jürgen Kunz
Besigheim
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Souverän bewältige Verbandsvorsitzender Rainer Schäuffele den Baggerbiss zum Neubau des Wasserhochbehälters Reuth in Besigheim.

/Oliver Bürkle

Für den Erligheimer Bürgermeister und vor kurzem neu gewählten Vorsitzenden der Besigheimer Wasserversorgungsgruppe (BWG) war es am Freitagvormittag im Gewann Reuth eine doppelte Premiere: In einer kurzer Rede als Verbandsvorsitzender erläuterte Rainer Schäuffele auf Besigheimer Gemarkung den Bau des neuen Hochbehälters Reuth, um sich dann – nach 2007 – erst zum zweiten Mal in einen Bagger zu setzen und mit einem beherzten Schaufelbiss den symbolischen Startschuss für das 2,5-Millionen-Projekt zu geben.

Der neue Hochbehälter mit Wasserkammern und Betriebsgebäude hat ein Volumen von zwei Mal 300 Kubikmeter Wasser und wird in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Hochbehälter Reuth gebaut. Bis Ende des kommenden Jahres soll das Bauwerk fertig gestellt werden. Aufgrund der Grundstücks- und Geländesituation mit einem Gefälle in Richtung Besigheim wurde das Betriebsgebäude mit drei Stockwerken geplant. Die Wasserkammern befinden sich dabei vollständig unter dem Gelände.

Doppelte Kapazität

Der Neubau ist notwendig, da durch eine Erweiterung des Ortsnetzes zukünftig ein Speicherbedarf von 600 Kubikmeter erforderlich ist. Der bestehende Behälter mit nur einer Kammer hat lediglich eine Speichervolumen von 300 Kubikmetern.

Nach dem Hochbehälter Erligheim/Hofen und den Wasserleitungen in Hessigheim ist der Besigheimer Hochbehälter das dritte Projekt, das im Rahmen der Investitionsplanung der BWG umgesetzt wird. Die Herstellungskosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. „Die Kosten sind weitaus höher als geplant“, sagte Schäuffele. Mit dem Behälterbau erneuert die Stadt Besigheim die Fallleitung über die Löchgauer Steige.

Schwierige An- und Abfahrt

Der Verbandsvorsitzende hofft „auf eine verträgliche Bauphase“, zumal die Zu- und Abfahrt für die Lastwagen durch den steilen Weg aus Richtung Besigheim zum Baugelände herausfordernd wird. Deshalb wird es auch eine zusätzliche Zufahrt aus Löchgau geben. Insgesamt wird ein Bauaushub von 2500 Kubikmetern abtransportiert und 1200 Kubikmeter Boden sowie 400 Kubikmeter Beton angeliefert werden.

„Es ist deutlich spannender als ein Baggerbiss“, sagte Schäuffele bevor er sich vor den anwesenden Vertretern der Verbandskommunen und der Wasserversorgungsgruppe, vor den Planern und den beiden Familien, die ihre Grundstücke an die BWG verkauft haben, in den gelben Bagger setzte. „Es ist nicht einfach“, merkte Besigheims Bürgermeister Steffen Bühler an. „Und das auf Besigheimer Gemarkung“, ergänzte lächelnd Bönnigheims Bürgermeister Albrecht Dautel. Das Ergebnis von Schäuffele konnte sich aber sehen lassen:_ Souverän und beherzt setzte er die Baggerschaufel in „das schwierige Gelände“ und macht so den symbolischen Anfang für das Bauvorhaben in Besigheim.