Heiliges Jahr im Dekanat Ludwigsburg: Nach Stuttgart statt nach Rom

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Südwest PresseAm 24. Dezember 2024 öffnete Papst Franziskus die Heilige Pforte im Petersdom in Rom und damit eröffnete er auch das nur alle 25 Jahre stattfindende Heilige Jahr der Katholiken. Das Heilige Jahr ist immer symbolisch aufgeladen und wird „medienwirksam inszeniert“, sagt der Dekan des Dekanats Ludwigsburg, Alexander König.
Das Heilige Jahr 2025 steht unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“. Grundlegende Elemente der Heiligen Jahre sind die Wallfahrt nach Rom und das Durchschreiten der Heiligen Pforten in den vier Patriarchalbasiliken (Petersdom, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern und Lateran). Viele Christen pilgern deshalb in diesem Jahr nach Rom oder an andere Wallfahrtsorte, weil das Pilgern zum Wesen der Heiligen Jahre gehört.
Ludwigsburger Katholiken pilgern
Auch eine katholische Kirchengemeinde in Ludwigsburg hat eine Pilgerwallfahrt vor. Die Gemeinde wird mit dem Rad nach Stuttgart-Hofen fahren, um in der Wallfahrtskirche das Motto des Heiligen Jahres zu feiern. „Außer dass in den Gemeinden besondere Gebete abgehalten werden, die sich auf die Symbolik und die Botschaft des Heiligen Jahres beziehen, gibt es im Dekanat keine weiteren Aktionen“, sagt der Dekan.
Symbolik der Türöffnung
Die Symbolik der Türöffnung, so sagt König, ist dabei in den Gebeten zentrale Botschaft des diesjährigen Heiligen Jahres. „Es ist ein Zeichen der Hoffnung in dieser Zeit, in der die Angst vor der Zukunft beherrscht“, so König. Wenn Türen aufgingen, wo sich andere zugeschlagen hätten, käme auch immer Hoffnung dahinter zum Vorschein.
„Hoffnung, und das ist die zentrale Botschaft des Heiligen Jahres, ist das, was die Gesellschaft derzeit benötigt“, sagt er. Hoffnung auf Weltfrieden, auf Zuversicht, auf Verständnis in der Gesellschaft, das wünsche er sich, so König.
„Hoffnung ist unendlich viel mehr als bloßer Zweckoptimismus. Nur wer um die Möglichkeit des Scheiterns weiß, ist fähig zur Hoffnung“, sagt der Bischof der Diözese Rottenburg/Stuttgart, Dr. Klaus Krämer in seiner Predigtbotschaft zum Heiligen Jahr. Das Bild von der Pilgerschaft der Hoffnung, so Dekan König, beschreibe das Unterwegssein über Grenzen hinweg.