Handball
: Bönnigheimer zeigen von allem zu wenig

Gegen die HSG Langenau/Elchingen verliert der TSV mit 24:28 (10:13).
Von
bz
Stuttgart
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TSV-Trainer Simon Weiberle (rechts) haderte am Samstag mit der hohen Fehlerquote seiner Mannschaft.

Julia Rahn/Baumann

Schade drum – es wäre für die Oberliga-Handballer des TSV Bönnigheim gegen die verletzungsbedingt personell arg gebeutelte HSG Langenau/Elchingen mehr drin gewesen. Hatte die Mannschaft von Trainer Simon Weiberle ihren Kopf in der Vorwoche bei der TSG Söflingen (33:32) noch aus der Schlinge gezogen, war eine ganz schwache Chancenverwertung mit insgesamt 22 Fehlwürfen eine zu große Hypothek, um letztlich ernsthaft ein Wörtchen um den Sieg mitreden zu können. Bönnigheim verlor mit 24:28 (10:13). Auch gleich vier von sieben Strafwürfen wurden durch Jaron May (2), Henri Haug und Benedikt Qual vergeben. Folgerichtig nahmen die Langenauer verdientermaßen gegen einen offensivschwachen TSV zwei Punkte mit auf die Heimreise. Mit 7:13 Punkten bleibt Bönnigheim Vorletzter.

Mangelhafte Chancenverwertung

„Die Niederlage war unnötig und haben wir uns selbst zuzuschreiben. Heute war es einfach nicht gut genug. Alles, was uns in den letzten drei gewonnenen Spielen ausgezeichnet hat, haben wir heute vermissen lassen. Mit 22 Fehlwürfen kannst du in dieser Liga kein Spiel gewinnen“, bemängelte Co-Trainer Julian Weresch. „Das war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Dazu kam noch, dass auch die Schiedsrichter keinen souveränen Eindruck hinterließen und keine gute Leistung boten“, ärgerte er sich.

Doch daran sollte man die zweite Heimniederlage in dieser Saison nicht festmachen. Vielleicht müssen sich auch die TSV-Trainer nach Studium der Nachbetrachtung hinterfragen, ob sie in taktischer Hinsicht alles richtig gemacht haben. Fehlwürfe und unpräzise Pässe führten dazu, dass die Gastgeber nach dem 6:4 durch Benedikt Qual (11. Minute) mit 6:8 in Rückstand gerieten. „Die leben nur von unseren Fehlern. Etwas mehr Konzentration“, forderte TSV-Coach Weiberle in einer Auszeit beim Stand von 8:10. Doch zwei vergebenen Siebenmeter sowie überhastet ausgelassene freie Chancen nutzten die bissiger agierenden und insgesamt spielfreudigeren Gäste von der Ostalb zu einer 13:10-Halbzeitführung.

Nach der Pause führte ein Ballverlust des TSV gleich zum nächsten Gegentor (10:14). Beim 16:17 durch den Acht-Tore-Werfer Jaron May waren seine Farben in der 41. Minute jedoch wieder auf ein Tor heran. Doch der letzte Schritt zum Ausgleich wurde leider nicht geschafft. Das hätte dem hektischen Spiel eventuell eine Wende geben können. So aber spielten die Langenauer meist den gleichen Stiefel herunter, wobei auch immer wieder ihr Kreisläufer gut in Szene gesetzt wurde.

TSV kann Partie nicht drehen

Bis zum 23:26 (57.) hielten sie meist den Abstand bei drei Treffern. Danach keimte bei Jaron Mays Tor zum 24:26 durchaus berechtigte Hoffnung auf eine Wende auf. Doch als Qual nur den Pfosten traf und David Müller völlig frei an HSG-Torhüter Yannik Ruhland scheiterte, nutzen die Gäste diese mangelnde Kaltschnäuzigkeit aus, um mit zwei schnellen Treffern in den letzten 60 Sekunden den Sack zuzumachen. Insgesamt fehlte den Bönnigheimern über das gesamte Spiel hinweg die Klarheit in den Aktionen und sie wirkten viel zu hektisch im Angriffsspiel.

Am nächsten Samstag, 13. Dezember (19.30 Uhr), geht es für den TSV zum Spitzenreiter nach Unterensingen. bz TSV Bönnigheim: Kerber, Teschke; Qual (3), Haug (1/1), Müller (2), L. May (3/1), J. May (8/1), Galluccio, Herter (1), Mack (3), Zundel (2), Orth, Track (1), Horst.