FSV 08 Bietigheim-Bissingen: Nullacht sucht gegen Göppingen die richtige Balance

Kämpferischer Einsatz wie hier von Valentyn Podolsky (links) wird für Nullacht gegen den 1. Göppinger SV nötig sein.
Avanti//Ralf PollerEine anspruchsvolle Aufgabe hat der FSV 08 Bietigheim-Bissingen an diesem Samstag (15 Uhr) zu lösen, denn in der Fußball-Oberliga ist der 1. Göppinger SV am Bruchwald zu Gast. Mit 42 Punkten hat der Tabellenzweite exakt doppelt so viele Zähler auf dem Konto wie die Nullachter, die als 16. derzeit einen Abstiegsrang belegen. Die Mannschaft von Trainer Simon Wörner benötigt also jeden Punkt, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht zu verlieren. Noch ist die Nichtabstiegszone in Schlagdistanz, doch müssen die Blau-Weißen unbedingt etwas Zählbares am Bruchwald behalten, wenn das so bleiben soll.
Zentrumspieler fehlen
Am vergangenen Wochenende wurde das Spiel bei der TSG Backnang aus der Hand gegeben. Die Nullachter verloren jedoch nicht nur die Punkte, sondern auch Jona Lorch und Ferdinand Schmidt, die beide des Feldes verwiesen wurden und nun gesperrt sind. „Damit fehlen uns zwei wichtige Zentrumspieler, sodass wir gezwungen sind, da etwas zu improvisieren“, sagt 08-Coach Wörner. Darüber hinaus steht hinter dem Einsatz von Niklas Böhm noch ein Fragezeichen, nachdem er im Training mit einem Mitspieler zusammengeprallt war.
Gerade gegen eine spielstarke Mannschaft wie Göppingen sei der Ausfall solch wichtiger Spieler suboptimal. „Wir haben Göppingen analysiert und wissen, was auf uns zukommt. Besonders Domenic Brück ist der Dreh- und Angelpunkt des Göppinger Spiels. Ihn müssen wir in den Griff bekommen“, sagt Wörner.
08 helfen nur Siege weiter
„Wir spielen auf Sieg, egal wie der Gegner heißt“, betont er weiter. „Die Ausgangslage ist nun mal so, dass wir jetzt gewinnen müssen. Das erste Endspiel in Backnang haben wir verloren. Da hätten wir gerne Schwung und Selbstvertrauen mitgenommen. So mussten wir uns das jetzt in der Trainingswoche erarbeiten.“
Dies habe auch ganz gut geklappt. Die Spieler gehen am Samstag hoch motiviert in die Begegnung mit dem Tabellenzweiten aus Göppingen. Der allgemeine Ansatz der Bietigheim-Bissinger ist es, den Gegner hoch anzulaufen und das eigene Spiel durchzusetzen. Dies gilt grundsätzlich auch gegen den 1. Göppinger SV. Doch ist den Verantwortlichen und Spielern der Nullachter das Risiko bewusst, gegen eine Spitzenmannschaft wie den GSV ins offene Messer laufen zu können. „Es gilt daher, die richtige Balance zu finden zwischen hohem Anlauf einerseits und tief zu stehen andererseits. Das hinzubekommen, wird der Schlüssel zum Erfolg sein“, erklärt der Coach.
Aktiver sein als in Backnang
Letztlich wird es auch darauf ankommen, über die volle Spielzeit konzentriert und konsequent zu agieren. Beim „ersten Endspiel in Backnang“, wie es Wörner nennt, waren die Nullachter in Halbzeit zwei zu passiv und hatten so die 2:0-Führung am Ende noch aus der Hand gegeben. Nun muss die Wörner-Elf – erst recht zu Hause – aktiver sein und versuchen, mit allen Mitteln das eigene Spiel durchzuziehen. Simon David