Fußball-Oberliga: Mutschelbach zieht Mannschaft zurück

Ferdinand Schmidt wird den FSV 08 Bietigheim-Bissingen nach Saisonende verlassen.
/Ralf Poller/AvantiWochenlang gab es Gerüchte, um einen freiwilligen Rückzug des ATSV Mutschelbach aus der Oberliga Baden-Württemberg (die BZ berichtete), den der Aufsteiger von 2022 nun aus wirtschaftlichen Gründen offiziell vollzogen hat, obwohl er eigentlich sportlich gerettet ist. Der Rückzug des Hauptsponsors im Sommer 2023 hat dazu geführt, dass zahlreiche Spieler ihren Abschied aus dem Karlsbader Stadtteil zum Saisonende verkündet haben. Damit steht Mutschelbach neben dem Offenburger FV als zweiter Absteiger fest. Das bedeutet, dass aus der Oberliga maximal noch drei Mannschaften absteigen müssen. Sollte der Vizemeister über die Relegation in die Regionalliga aufsteigen, sind es nur zwei weitere Klubs, die die Liga verlassen werden.
Nullachter profitieren davon
Die Aufstiegsspiele mit den Vizemeistern aus den Oberligen Baden-Württemberg (Villingen, Großaspach oder Göppingen), Rheinland-Pfalz/Saar (SV Gonsenheim) und Hessen (Türk Gücü Friedberg oder KSV Baunatal) finden am 5., 8. und 11. Juni statt, sodass die Mannschaft auf Rang 15 der Abschlusstabelle der Oberliga Baden-Württemberg noch zehn Tage nach Saisonende um den Klassenerhalt bangen muss. Vier Mannschaften kommen noch für einen oder zwei Abstiegsplätze infrage. In der Pole Position im Kampf um den Ligaverbleib liegt vor dem letzten Spieltag am 1. Juni der FSV 08 Bietigheim-Bissingen (36 Punkte), der beim FV Ravensburg zu Gast ist. Der FC Holzhausen (35) empfängt den Tabellenzweiten SG Sonnenhof Großaspach (67), der FC Denzlingen (35) spielt beim Absteiger Offenburger FV und der SSV Reutlingen (34), der sich prominent mit drei Spielern des Regionalliga-Absteigers TSG Balingen verstärkt hat, hat den ATSV Mutschelbach zu Gast.
Als erster Aufsteiger in die Oberliga steht bereits der FC Zuzenhausen als Meister der Verbandsliga Baden fest. Der derzeitige Zweite TSG Weinheim hat seinen Verzicht auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde mit den Vizemeistern der Verbandsligen Württemberg und Südbaden erklärt. Deshalb haben der 1. FC Mühlhausen, der SV Spielberg, sowie der FC Astoria Walldorf II hier noch Chancen, in die Relegation einzuziehen. In Südbaden liegt der FC 08 Villingen II zwei Spieltage vor Saisonende mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Mindestens Platz zwei ist sicher, den hat der FC Auggen nach unten hin schon abgesichert. In Württemberg liefern sich der SV Fellbach (59) und Calcio Leinfelden-Echterdingen (59) an zwei Spieltagen noch ein Fernduell um die Meisterschaft.
Zwei Abgänge beim FSV
André Sirianni und Ferdinand Schmidt verlassen am Saisonende den Oberligisten FSV 08 Bietigheim-Bissingen. Der 24-jährige Sirianni, der 2022 von Calcio Leinfelden-Echterdingen an den Bruchwald wechselte und bislang 57 Spiele in der Oberliga für den FSV 08 absolviert hat, wechselt zum Regionalligisten FC Astoria Walldorf. Schmidt (21) kam ebenfalls 2022 nach Bietigheim-Bissingen. Der zuletzt verletzte Mittelfeldspieler spielte zuvor für die SV Böblingen und kam für die Nullachter in 48 Oberligapartien zum Einsatz. Künftig wird er für den Regionalliga-Absteiger TSG Balingen, weiterhin in der Oberliga kicken. Claus Pfitzer