Fußball-Landesliga
: Germania rutscht in den Tabellenkeller

Das 2:5 gegen den TSV Heimerdingen ist die dritte Bietigheimer Niederlage in Folge.
Von
Simon David
Stuttgart
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Germania-Neuzugang Anton Lendl (rechts) holte den Foulelfmeter heraus, der zum Bietigheimer 1:0-Führung führte.

/Oliver Bürkle

Die dritte Niederlage in Folge kassierte der Fußball-Landesligist SV Germania Bietigheim am Sonntag beim 2:5 gegen Verbandsliga-Absteiger TSV Heimerdingen. Mit drei Punkten aus vier Spielen rutschte der SVG in den Tabellenkeller ab. „Wir haben schlecht verteidigt. Elf Gegentore in vier Spielen sind einfach zu viel“, sagte Bietigheims Sportlicher Leiter Claudio Ferrara, der den im Urlaub weilenden Trainer Holger Ludwig vertrat

Dabei war Germania engagiert gestartet und tauchte mehrfach vor dem Heimerdinger Tor auf, doch wiederholt kamen die Angreifer den entscheidenden Schritt zu spät. Nach einem Foul an Anton Lendl entschied Schiedsrichter David Schmid auf Strafstoß, den Patrick Kraut zum 1:0 verwandelte. Erst jetzt kam Heimerdingen besser ins Bezirksduell und machte Druck. Blieben die ersten Angriffe des TSV noch in der Abwehr hängen, war Bietigheims Schlussmann Valentin Köhl machtlos, als Lars Ruckh an der Strafraumgrenze abzog und zum 1:1 ausglich (17.).

Die Platzherren waren bemüht, sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen, doch abgesehen von Marc Bitzers Lattentreffer (28.) kamen sie vor der Pause zu keiner zwingenden Gelegenheit mehr. Das Spiel verlief meist in Richtung Germania-Tor. Fünf Minuten vor der Pause nutzte Ruckh eine Hereingabe von links und vollendete per Kopf zur 2:1-Halbzeitführung der Gäste.

Nach dem Seitenwechsel sorgten die Heimerdinger binnen weniger Minuten für die Vorentscheidung. Nachdem Michele Ancona vom Elfmeterpunkt zum 3:1 erfolgreich gewesen war (49.), setzte sich Stefan Schlick gegen zwei Bietigheimer Abwehrspieler durch, umrundete Köhl und musste nur noch zum 4:1 einschieben (54.). Als Ruckh das fünfte Tor für den Ex-Verbandsligisten erzielte (61.), drohte gar eine richtig böse Klatsche für die Germanen. Am Ende blieb es jedoch bei fünf Gegentreffern – weil sich die Bietigheimer in der verbleibenden Zeit noch mal gegen eine höhere Niederlage stemmten und Heimerdingen einen Gang zurückschaltete. Kurz vor Schluss gelang dem eingewechselten Edison Qenaj immerhin noch der Treffer zum 2:5-Endstand. SV Germania Bietigheim: Köhl – Bitzer, Baumeister, Macorig, Widmann (69. Schäfer) – Kainz, Kraut, Wörner (61. Qenaj) – Mastrogiacomo (75. Strähle), Lendl (59. Senol), Wolter.